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AFRICA CALLING - Live 8 at Eden
Africa Calling: Live 8 at Eden
© Warner Music Vision
Africa Calling: Live 8 at Eden

2. Juli 2005. Der Tag Afrikas. An zehn Orten überall in der westlichen Welt versammelt sich die Superlative der Popwelt, um mit einem gigantischen Spektakel auf die kritische Situation des vergessenen Kontinents aufmerksam zu machen. Live 8 heißt dieses größte aller Popfestivals, das unter dem Motto „Make Poverty History“ den Kampf gegen Armut und Hunger auf dem schwarzen Kontinent antritt. In den großen Metropolen London, Philadelphia, Moskau, Berlin, Tokio u.v.m. stehen zumeist publikumswirksame Stars aus Europa und den USA auf den Bühnen. Doch in Cornwall, wo die Gewächshäuser des Eden Projects wie außerirdische Gebilde in den Hügeln liegen, steht eine Bühne, auf der auch die Künstler Afrikas ihre Stimmen zur Geltung bringen: Africa Calling – Live 8 At Eden!

  

150 Künstler aus 14 afrikanischen Ländern mit 20 verschiedenen Sprachen begegneten einander zwischen den Kugelwaben des ambitionierten Naturprojekts. Hier organisierte Peter Gabriel, seinerseits erfolgreicher Künstler und Gründer des Weltmusiklabels Real World, fast im Alleingang das große Festival der afrikanischen Künstler. Innerhalb kürzester Zeit gelang es Gabriel und dem Mitbegründer des Eden Projects, Tim Smit, eines der faszinierendsten Konzerte dieses Tages auf die Beine zu stellen. Für die afrikanische Musik, die Peter Gabriel schon seit etlichen Jahren mit der Organisation WOMAD fördert, war dieser Tag ein Fanal transnationaler Einigung; im Rahmen des Live 8-Events war es für jene, um die es an diesem Tag eigentlich ging, die Chance, sich musikalisch Gehör zu verschaffen.

Auf zwei DVDs präsentiert Africa Calling - Live 8 At Eden das spektakuläre Ereignis und zeigt dabei 18 grundverschiedene Künstlergruppen aus unterschiedlichsten geografischen Regionen. Nicht nur die Musik öffnet dabei neue Welten, auch optisch bringen die Künstler ein Stück Afrika nach England: Die blendende Farbigkeit und die Vielfalt der afrikanischen Kulturen schlägt sich in ihrer Kleidung und den jeweiligen Auftritten ebenso nieder wie in ihrer Musik. Einige Highlights des Konzertes waren Geoffrey Oryema aus Uganda (u.a. in einem Duett mit Peter Gabriel), Youssou N’Dour, der schon seit vielen Jahren mit WOMAD zusammenarbeitet und hier seinen Hit „7 Seconds“ zusammen mit Dido spielte, Angelique Kidjo, Kanda Bongo Man und andere, die in der sogenannten Weltmusik zu den internationalen Größen gehören. Das Festival endete mit einem überwältigenden Finale, dem „African Anthem“, der alle Beteiligten gemeinsam auf die Bühne brachte.


Neben dem eigentlichen Konzert zählte die Rede Nelson Mandelas zu den Höhepunkten, der sich eigentlich vor Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte und zu dieser Gelegenheit zum ersten Mal wieder vor einer Menschenmenge sprach. Weitere Unterstützung gab es zudem von Angelina Jolie und natürlich Peter Gabriel selbst. So war Africa Calling vielleicht nicht das lauteste und nicht das „effektivste“ Konzert dieses Tages, aber mit Sicherheit das vielfältigste und authentischste.

Die Doppel-DVD Africa Calling - Live 8 At Eden enthält neben dem grandiosen Konzerterlebnis eine etwa 30minütige Dokumentation über die Planung und die Hintergründe des Festivals. Sie enthält aufschlussreiche Interviews mit Tim Smit, Peter Gabriel und Thomas Boorman, die WOMAD im Jahre 1980 als Weltmusikfestival ins Leben riefen, und mit vielen Musikern, die an diesem Tag auftraten. Die Interviews wurden von Peter Gabriels Tochter Anna geführt.

  

Alles in allem enthält Africa Calling - Live 8 At Eden etwa 180 Minuten einzigartige afrikanische Musik und viele Informationen im DTS + DD 5.1 + DD 2.0 Tonformat. Untertitel können wahlweise in sechs Sprachen abgerufen werden.

Ein Muß für jeden Musikfreund, der über den anglo-amerikanischen Pop-Tellerrand hinausblicken will.

Homepage mit weiteren Infos zu Live 8:

www.liveaiddvd.net

 

 


Wer den Schwarzen Kontinent LIVE in einem aufregenden Zirkuspektakel erleben möchte, dem empfehlen wir die Show AFRIKA! AFRIKA! von André Heller
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