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LUNIK - Weather
LUNIK - Weather
© silversonic
LUNIK - Weather

Ausgerechnet aus der Schweiz werden wir jetzt mit gutem Wetter überrascht.
Lunik heißt die Band, deren großer Pop der kleinen Gesten sich  mit dem Album "Weather" präsentiert. Emotional und ehrlich, manchmal melancholisch und immer melodiös klingt die Musik dieses außergewöhnlichen Trios. In der Schweiz wurde "Weather", das dritte Album des programmierenden Drummers Mats, des Gitarre spielenden Luk und der singenden Jaël (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen deutschen Soloprojekt), schon nach wenigen Wochen mit Gold und dem "Prix Walo", einer Art eidgenössischem "Echo", belohnt. Zwei gute Gründe mehr, die traumhaft schöne, auffallend authentische Musik von Lunik jetzt endlich auch in Deutschland zu veröffentlichen.


"Ich bin so klein und die Berge so groß - dieses sonderbare Gefühl steckt vielleicht ein Stück weit in jedem Schweizer", erzählt Jaël, die mindestens so talentierte wie sympathische Frontfrau von Lunik , angesprochen auf die natürlich schweizerische Coverästhetik von "Weather".

"Vielleicht wollten wir auch zeigen, dass die Schweiz noch etwas anderes zu bieten hat, als Heidi, Käse, Schokolade und DJ Bobo." In der Heimat selbst ist das Lunik bereits bestens gelungen. Schon 1999, mit ihrem Debütalbum "Rumour", konnten sich die drei als ernsthafte Lokalmatadoren mit internationalem Potential etablieren. Ihre Musik brauchte schon damals keinen Vergleich zu scheuen, setzte sich im Gegenteil sogar angenehm vom übrigen Airwave-Allerlei ab. Und Jaël, die erst im Jahr davor zur Band gestoßen war, wurde wegen der tiefgreifend aufwühlenden Texte, der bei aller klaren Schönheit immer auch traurig beseelten Stimme und ihrer natürlich eleganten Ausstrahlung sofort vom Publikum ins Herz geschlossen.

Auch Cardigans-Produzent Tore Johansson mochte offensichtlich, was er beim Produzieren des dritten Lunik-Albums "Weather" hörte; schließlich sang er auch die Backgroundchöre für "Through Your Eyes" gemeinsam mit seiner Frau ein.


"Go On" heißt der erste Song auf "Weather". Seine herrlichen Harmonien, der hitverdächtige Hook und diese schöne Geschichte von einer, die gelernt hat, an sich selbst zu glauben, prädestinieren ihn geradezu als Opener. Alles was Lunik ausmacht ist sofort da: Die Tiefe in den Texten, die Leichtigkeit in den Melodien und die Eleganz des Songwritings und der Produktion. Alles fließt, direkt ins Ohr. Natürlich auch "The Most Beautiful Song", eine leicht ironische Hymne, übrigens aus der Perspektive einer 13-jährigen für den schweizerischen Kinoerfolg "Globi" geschrieben. "Globi kennt man wohl nur in der Schweiz", erzählt Jaël.

Ruhiger und bedächtiger geht es beim trippigen "Through Your Eyes" zu, einem wunderschönen Ohrwurm über eigene Zweifel und fremde Zustimmung. Der Titelsong "Weather" begeistert mit treibend rockigem Groove und überirdischen Gesangsharmonien. "Prisoner", mit fünfeinhalb Minuten das längste Stück des Albums, erzählt die Geschichte eines Alltagsgefangenen in elegisch, dramatischer Breite, um gegen Ende in symphonischer Schönheit zu zerfließen. Das ist nicht nur mutig, sondern auch bezeichnend: Lunik spielt nicht mit musikalischer Dynamik, sie fühlen und leben die Höhen und Tiefen ihrer Musik. Jede Note hat ihren Platz, jeder Satz sitzt. Und wenn es dann mit "New Day", noch so einem Ohrwurm in subtiler Lunik-Manier, weitergeht, ist man voll neuer Aufmerksamkeit. Die auch bei der melancholisch düsteren Ballade "Her Name", dem magisch marschierenden "Backup" oder dem tieftraurigen, von dezent zu überwältigend gesteigerten "Slide" nicht nachlässt.

Die hartschalige Hymne "You Won't Stop Me" reißt einen aus allen Träumen. "Ich bin eigentlich ein sehr friedliebender Mensch" , meint Jaël. "Und außerdem äußerst neugierig, kritisch und empfindlich." Sie lacht. "Aber meistens sind ja die Leute sehr laut, denen irgendetwas nicht gefällt. Für diese ewigen Nörgler und Kritiker habe ich den Song geschrieben. Und es ist enorm befreiend, ihn zu singen." Ebenso wie es erleichtert, ihn zu hören. Auch "Empty Words" wirkt, trotz aller wortwörtlicher Enttäuschung, eher wie ein Befreiungsschlag.

Jaël singt sich auch im abschließenden "Melody" ihren Schmerz von der Seele und beruhigt dabei gleichzeitig alle, die ihr zuhören. Man merkt bei jedem Paradebeispiel dieses poetischen Popalbums, wie gut und außergewöhnlich diese Band und ihre Musik ist.

Die Weather-Prognose lautet: Lunik  wird man bald auch bei uns immer und überall hören wollen. Und vor allem bei den CSD´s LIVE erleben, denn was sich hier nett liest, erfährt auf der Bühne eine nochmalige Verstärkung.

 

Weather ist erhältlich bei unserem Partner amazon.

Papier und Homepages sind geduldig. Darum: Hören geht vor lesen! Soundfiles findet Ihr auf der gut gemachten Homepage von LUNIK
www.lunik.com
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