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Get ready for
Fuzzgitarren-Pop mit 60ies Appel, Tango-Grooves, Submarine Reggae,
Space-Western, Funk und Rock!
M- mit bürgerlichen Namen Matthieu Chedid ist ohne
Zweifel der schillerndste Künstler den die französische Musikszene zur Zeit
anzubieten hat. Sein grelles pinkfarbendes Outfit à la Elvis-vs-Ziggy Stardust
und sein "M" Haarschnitt sind zu seinem Markenzeichen geworden.
Aber man sollte sich nicht von der Fassade täuschen
lassen: dieser Mann ist einer der brillantesten Songwriter der jüngsten
französischen Musik-Geschichte. Ein echter französischer SUPERSTAR!
In Frankreich ist -M- das Pseudonym
eines Künstlers, der mittlerweile zu einem frenetisch gefeierten Superstar
avanciert ist. Sein aktuelles Album "Qui de nous deux", das Ende letzten Jahres
erschien, führte drei Wochen lang die französischen Charts an. Es ist das dritte
reguläre Studioalbum des Sängers, Komponisten und
Gitarristen.
1997 veröffentlichte -M- sein Debütalbum "La Baptême",
auf dem er sich als poetischer, fantasiereicher und vor allem humorvoller
Popkünstler erwies. Die Single "Machistador" verschaffte ihm eine breite
Öffentlichkeit und -M- wurde für den begehrtesten Musikpreis, den Victoires de
la Musique, nominiert. Mit seinem 1999 erschienenen zweiten Album "Je dis aime"
gelang ihm der endgültige Durchbruch. Der lautmalerische Titelsong, dessen Text
von seiner Großmutter stammte, avancierte zu seinem bekanntesten Song.
Dabei
sind es vor allem Konzerte, bei denen -M- all seine Qualitäten
am besten entfaltet. Live tritt der Sänger und Gitarrist - übrigens
ein glühender Verehrer von Jimi Hendrix - in der klassischen Besetzung eines Rocktrios
auf. Im Wesentlichen begleitet von seinen langjährigen Mitstreitern Vincent Segal (Bass,
Cello) und Cyril Atef (Schlagzeug, Percussion) ist -M- auf der
Bühne ein vor Enthusiasmus sprühender Irrwisch. Er sucht den Kontakt mit
dem Publikum, überrascht immer wieder mit humorvollen Einlagen, gibt den
an der Gitarre züngelnden Hendrix-Aficionado, ist passioniert und doch stets selbstironisch. Die
überbordende Atmosphäre im Pariser Olympia, in der das Konzert am 24. November
2001 mitgeschnitten wurde, ist für das Live-Phänomen von -M- symptomatisch.
Am Album "Qui de nous deux" hingegen ist
eigentlich nichts symptomatisch. Der Opener mit dem schönen Titel "Mon ego"
klingt mit seiner sanften Fuzzgitarre und dem Sixties-Appeal wie eine Verbeugung
vor einem anderen großen Franzosen mit einem M im Namen: Michel Polnareff. Doch
bereits das nächste Stück, der dahingehauchte Chanson "La bonne étoile" entführt
mit seinem betörenden Tango-Flair in vollkommen andere musikalischen Welten.
Diese stilistischen Rösselsprünge, die von submarinem Reggae ("À tes souhaits")
über Space-Western mit klassischen Streichern ("Peau de fleur") bis zu freien
Funk-Jams à la Prince ("Gimmick") reichen, beherrschen das höchst
abwechslungsreiche Werk.
Spartanisch intime Akustikballaden
("Ma mélodie"), die wie ein später Dank an sein anderes großes Idol Serge
Gainsbourg klingen, und kunstvoll gebrochene Rockstrukturen ("Quand je vaiz chez
elle") demonstrieren, dass sich das musikalische Universum von -M- mehr und mehr
ausbreitet. Seine Stimme stets exaltiert in die Höhe schraubend, hat er hier mit
einer ganzen Heerschar von Musikern das komplette Feld zwischen Rockdelikatessen
in der Elektronik-Ära und post-modernen Chansons abgesteckt. Geschickt rückt er
seine Gitarrensounds, die so blumig sind wie die Märchen aus Tausendundeiner
Nacht, ins Zentrum des Geschehens.
"Qui de nous neux" ist ein intim anmutendes Selbstporträt
eines der wohl facettenreichsten Künstler französischer Zunge. -M- garantiert
filigrane Rockmusik für absolute Feinschmecker. Bon appetit!
Bei Amazon erhältlich: Qui de Nous Deux
Homepage von -M- www.qui2nous2.com
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