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© capitol/emi |
| Coralie Clèment - Salle des Pas Perdus |
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„Mon nom ne vous dira rien“, mein Name wird Ihnen
nichts sagen, wispert Coralie gleich zum Beginn des Albums, und schon ist die
Neugierde geweckt, welches Geheimnis hinter dieser mit sanfter Erotik gehauchten
Offerte steckt. „Salle des pas perdus“, der Titelsong des Albums, wirft als
Opener geschickt ein Netz aus, in dem sich ein jeder gerne tiefer und tiefer
verstrickt. Wahrlich vertrauen nahezu alle Songs von Coralie Clément, noch
stärker als die ihrer Kolleginnen Carla Bruni und Julie Delpy, auf die Kraft der
Verführung.
Sei es ein wie Zuckersand rieselnder Bossa Nova („L’ombre et
la lumière“), ein so unbeschwert wie ein Ballon schwebender Jazz-Samba („La
contradiction“) oder gar eine von Wellenrauschen begleitete Westernballade („La
mer opale“), stets scheint Coralie ein wenig weltverloren und doch getragen von
der wunderbaren Leichtigkeit des Seins. Man darf hier ein ums andere Mal das
Einfühlungsvermögen von Benjamin Biolay bewundern, der bis auf „Lou“ alle Songs
komponiert hat und auch die Produktion des Albums übernahm. Wie zarte
Aquarellbilder hat er seiner Schwester die unterschiedlichsten Vignetten des
neuen französischen Chansons auf den Leib geschrieben und mit nicht minder
meisterlicher Finesse arrangiert.
Mit „Salle des pas perdus“ ist eines der
spektakulärsten Debütalben der jüngeren französischen Popgeschichte
herausgekommen. Vom ersten bis zum letzten Ton ihres 13 Songs umfassenden
Erstlingswerks entführt Coralie ins Märchenland des französischen Pop und weckt
Erinnerungen an jene goldene Ära, in der Serge Gainsbourg und Jane Birkin das
Traumpaar schlechthin waren, Françoise Hardy den Jungens den Kopf verdrehte und
Astrud Gilberto für Gott und die Welt das Girl von Ipanema verkörperte.
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