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© EMI Classic |
| Tosca's Kiss |
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Tosca's
Kiss" ist eine Liebeserklärung an das Künstlerleben und die Oper - ein
berührender Film über die Kraft der Musik.
Wie quietschfidel Greise auf der Leinwand
leben, beweist Daniel Schmids wunderbar aufmerksamer Film Il bacio di Tosca. Er
spielt in einem Mailänder Altersheim, der Casa Verdi. Die Bewohner sind alte
Primadonnen, Chorsänger und Orchestermusiker, die einmal am Tag zu Gott und
Verdi beten, dessen Tantiemen diese Stiftung tragen: Casa Verdi, das klingt wie
eine Firma, die Erinnerungen ans Opernleben der zwanziger Jahre auswertet.
Daniel Schmid und sein Kameramann Renato
Berta suchen nach anderem als einer Hitparade des Belcanto von Verdi bis
Puccini. Sie lassen die Alten die kleinen Beiläufigkeiten der Musikgeschichte
erzählen, vorsingen und nacherleben. Der Kuss der Tosca -, das ist, erinnert man
sich, eine höhnische Zärtlichkeit, die Tosca dem Polizeipräsidenten, der ihren
Geliebten auf dem Gewissen hat, mit einem Dolchstoss erweist. Hier wird die
Todesszene mit 'Toscas' Krückstock
und Strickjäckchen nachgestellt. Ihr Partner bricht neben der Telefonzelle im
Altersheim zusammen. Das ist ein scharf markierter Realismus, komisch und karg,
der sich nie über die Hinfälligkeit der Sänger mokiert. Stellen wir uns nur vor,
die kommende Generation drehte eine Dokumentation über ein kalifornisches Heim
alter Rockstars, dann wird die Ambivalenz der Anteilnahme deutlich.
Die DVD enthält
außerdem Künstlerbiografien, Interview-Material und einen Audio-Bonus mit
Aufnahmen der Sopranistin Sara Scuderi, die in dem Film eine besondere Rolle als
Tosca spielt. Sie hatte in den späten Vierzigerjahren Opernarien für His Masters
Voice aufgenommen |