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| Ein Zuhause am Ende der Welt |
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EIN ZUHAUSE AM ENDE DER WELT
beschreibt den Lebensweg zweier Jungen von ihrer Schulzeit in Ohio, über eine
Ménage à trois mit einer älteren Frau in New York bis zum gemeinsamen Haus auf
dem Land.
Dabei porträtiert der Film einerseits typische
Momente der Siebziger und frühen Achtziger Jahre, mit all den Gegensätzen, die
sich zwischen einem langweiligen Vorort und dem exaltierten East Village auftun.
Andererseits beobachtet er das Heranwachsen der zwei Jugendfreunde, ihre
wechselnden sexuellen Neigungen und ihren Umgang damit. Er zeigt ihre Sehnsucht
nach Gefühlen, die sich über konventionelle Maßstäbe hinwegsetzen können, aber
auch ihre Hingabe an beständige Werte wie eine Familie oder ein Zuhause. Und
trotz aller sexuellen Turbulenzen ist es vor allem die Geschichte von einer,
vielleicht sogar von zwei großen Lieben, die dieser Film
erzählt.
Sehr authentisch wird die Vorstadtatmosphäre der
Seventies gezeigt, die trotz öffentlichen Drogengenusses und bunt bedruckter
Kleidung dort nichts weiter vermittelt, als die schreckliche Enge zwischen
Reihenhaus, Schule und Friedhof. Stets gibt es betont zügellose Parties von
Hausfrauen und Familienvätern, deren Hilflosigkeit im Angesicht dieser
‚Befreiung‘ hauptsächlich im Umgang mit ihren Kindern sichtbar wird. Das kommt
der Wahrheit vermutlich recht nahe, und man versteht die Suche der Jugendlichen
nach einer anderen Umgebung, nach anderen Beziehungen und anderen Gefühlen
plötzlich nicht nur als pubertäre Auflehnung, sondern als ganz einleuchtende
Reaktion auf solch eine Kindheit.
Michael Cunninghams Buch A HOME AT THE END OF
THE WORLD erweckt also nicht nur den Punk-Rock im East Village wieder
zum Leben, sondern beschäftigt sich auch ein wenig mit dessen Entstehung und mit
den Konsequenzen, die er für drei von den vielen verlorenen Gestalten der
Eighties gehabt haben mag. |