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Turn it on |
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Jetzt ist es schon länger
als ein Jahrzehnt her, dass ein neues Gesicht aus Dublin mit dem Namen Ronan
Keating in einer Boygroup mit dem Namen Boyzone ins Rampenlicht trat. Der
tanzende Auftritt der Band bei einer irischen TV-Show war so miserabel, dass der
Fernseh-Moderator, Gay Byrne, für seine sarkastische Bemerkung, dass die Band
wieder kommen könne, wenn sie dann erfolgreich sei, tosenden Applaus vom
Publikum bekam. 17 Millionen verkaufte Langspielplatten später ist Ronan
derjenige, der zuletzt lacht. Mit der Veröffentlichung seines dritten Soloalbums
wurde der Geist seiner Boyband-Vergangenheit endgültig vertrieben. Auch wenn er
erst 26 Jahre jung ist, wurde aus dem Jungen ein Künstler, der souverän die
Charts anführt. Oder wie er es selber sagt: „Ich habe die Boyzone-Zeit weit
hinter mir gelassen.“ Jahrelang wurde er als ruhig, rücksichtvoll,
zurückhaltend und freundlich wahrgenommen – und das trifft sicher zu, es hat ihm
auch den Ruf als einer der nettesten Personen der Musikbranche eingebracht,
einer Branche in der es ansonsten nur so vor Egomanen wimmelt. Jetzt ist er aber
soweit und lässt zum ersten Mal den wahren Ronan zum Vorschein kommen. Dabei
handelt es sich um Ronan, den Songwriter. Er ergreift die Gelegenheit und
präsentiert uns sein Talent, lediglich bei zwei Songs auf „Turn It On“ überließ
er die Arbeit anderen. Seine Inspiration findet er überall: „Als ich an dem
Album arbeitete, saß ich oft in Cafés und Restaurants und beobachtet stundenlang
die Menschen um mich herum. Dabei skizzierte ich meine Ideen auf kleinen
Zetteln“, erklärt er. „Dann bin ich nach Hause gegangen und habe daraus einen
Song geschrieben.“ Gleichzeitig bekam die Stimme von Ronan auch ein raueres
Timbre, nicht nur ein Zeichen seines Alters, auch seine Vorliebe für
Bourbon-Whiskey hat hier eine Rolle gespielt. „Ich bin stolz auf dieses Album“,
sagt er reflektierend. „Ich denke, dass ich einige neue Hörer mit dieser Platte
gewinnen werde. Das Album spricht ein ganz neues Publikum an.“ Es ist nicht
so, dass “Turn It On” eine radikale Veränderung seiner musikalischen Ausrichtung
ist, vielmehr ist es die natürliche Weiterentwicklung seines bisherigen
Schaffens. „Ich konnte zum ersten Mal auf einer Platte das ausdrücken, was ich
wirklich zu sagen habe“, erklärt er. „In der Vergangenheit wollte ich immer noch
die Boyzone-Fans glücklich machen. Doch ich denke, dass mir der Grossteil der
Fans treu geblieben ist und, dass sie an das glauben, was ich mache. Ich weiß
aus all den Briefen, die ich bekomme, dass sie meine Musik wirklich mögen und,
dass ich mehr eigene Songs schreiben soll.“ Auch in geschäftlicher Hinsicht
hat er mit seiner Boyband-Vergangenheit abgeschlossen. Er hat sich von seinem
Manager Louis Walsh getrennt, der ihn seit seiner Jugend betreut als er den
damals Vierzehnjährigen bei einem Casting für die irische Antwort auf Take That
gesehen hat. Dort hat Ronan den Cat Stevens Song „Father & Son“ vorgetragen.
Doch die Trennung war zum jetzigem Zeitpunkt unausweichlich, denn Ronan wollte
sich weiterentwickeln. Er hat dieses Erlebnis in dem Song „On My Way“
verarbeitet. “Ende letzten Jahres hatte ich genug,” gesteht er. „Ich fühlte
mich an einem Scheideweg, entweder musste ich die Zügel selbst in die Hand
nehmen oder die ganze Sache sein lassen. Ich hatte das Gefühl, ich verschwende
meine Zeit damit, die Songs von anderen Leuten zu singen. Ich war mit meinem
musikalischen Schaffen alles andere als glücklich. Seitdem hat sich vieles für
mich verändert. Die letzten Monate waren phantastisch, endlich konnte ich die
Musik machen, die ich immer machen wollte. Ich habe eine Menge zu sagen und ich
habe noch einiges auf der Seele, das ich loswerden möchte.“ Die meisten
Songs zu diesem Album hat Ronan in seiner Heimatstadt Dublin geschrieben,
aufgenommen hat er die Platte dann in London und L.A. „Turn It On“ hat Ronan zu
großen Teilen selbst geschrieben, in Zusammenarbeit mit talentierten Songwritern
und Produzenten wie dem Matrix Team (Avril Lavigne), Ricky Ross (ex-Deacon
Blue), Paul Barry und Mark Taylor (Cher, Enrique), Steve Robson (Busted,
Louise), Wayne Hector and David Franks (Christina Aguilera), Gregg Alexander
(Mel C, Sophie Ellis-Bextor) und Rob Davies (Kylie, Atomic Kitten). Im
Ergebnis wurde damit Ronans gewohnter Rahmen aus eingängigen Pop-Rock Songs,
ergreifenden Liebesliedern und großen, emotionsgeladenen Balladen gehörig
aufgepeppt. Viele der Songs sind sehr persönlich, „First Time“ ist eine rührende
Verneigung vor seiner Frau Yvonne, die ihn auch nach fünf Jahren Ehe noch spüren
lässt, wie sehr sie ihn liebt. Das letzte Lied „This Is Your Song“ schrieb Ronan
für seine geliebte Mutter, die kurz davor an Brustkrebs starb. “Last Thing
On My Mind” singt er im Duett mit LeAnn Rimes, weiterhin hat er eine
wunderschöne Version von Terence Trent D´Arbys „Let Her Down Easy“ aufgenommen,
den Country-Klassiker „She Believes In Me“ kennen viele vielleicht in der
Version von Kenny Rogers. Ronan kann
die Freude über das Album „Turn It On“ kaum verbergen. “Ich bin unglaublich
glücklich mit diesem Album und wenn ich daran denke, dass ich diese Songs
geschrieben habe, freue ich mich einfach nur,” erklärt er. „Selbst wenn das
Album sich nicht verkaufen ließe, ich würde es Zuhause immer wieder anhören.“
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