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Erstaunlich, wie weit ein
ehemals auf den engen Folk-Zirkel beschränktes Instrument durch diesen Mann aus
Asturien bis in die Popwelt vordringen konnte. Der Dudelsack, im Mittelalter in
ganz Europa gebräuchlich, ist nun, in seiner elektrifizierten Form, reif für die
ganz große Bühne -- dank José Angel Hevia Velasco alias Hevia, der auch auf
seinem dritten Opus mit ungewöhnlichem Folkpop glänzt, stets zentriert um die
asturische Sackpfeife Gaita.
Der Titel Étnico Ma Non Troppo ist eine treffende
Umschreibung seiner Kompositionen, die sich aus traditionellen Quellen speisen
und diese auch nicht nur als Kolorit benutzen. Doch von den Wurzeln ausgehend
entwickelt Hevia einen stringenten, effektgeladenen Wall Of Sound, mit dem
vielleicht nur die Stücke des Afro Celt Sound System Schritt halten können.
Absolute Reißer sind sowohl das Eingangs- als auch das Titelstück, in denen sich
hoch virtuoses Gaita-Spiel mit packender Rhythmusarbeit und der erdigen Stimme
der Mari Luz Cristóbal paaren. In "La Carriola" schmettern Midi- und
traditioneller Dudelsack um die Wette, darunter liegen im cleveren Wechsel mal
jazzige Perkussion, mal diskokompatibles
Drum-Programm.
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