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| © EMI Classics |
| Messa in fa Maggiore di Chimay |
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Riccardo
Muti, seit langem anerkannter Cherubini-Spezialist, überraschte im März 2003 das
Münchner Konzertpublikum mit einer bis dahin völlig unbekannten Messkomposition
Cherubinis, deren Wiedereinzug ins Kulturleben mit großer Begeisterung quittiert
wurde. Die vorliegende CD wurde bei dem spektakulären Ereignis im Herkulessaal
live mitgeschnitten.
"Als der stürmische
Beifall für Riccardo Mutis Entdeckung und Darbietung von Cherubinis groß
angelegter F-Dur-Messe (...) gar nicht aufhören wollte, drängte sich im
überfüllten Herkulessaal doch die Frage auf, warum ein so gewichtiges,
bedeutendes Werk weithin unbekannt bleiben konnte." Das schrieb der
renommierte Musikkritiker Joachim Kaiser für die Süddeutsche Zeitung, Ausgabe 8.
März 2003.
Entstanden ist diese
herrliche Messe in den Jahren 1808/1809, als Luigi Cherubini auf dem von
wunderbarer Natur umgebenen Schloss im belgischen Chimay weilte. Hier suchte der
Komponist bei botanischen Erkundungen Erholung vom stressigen Opernbetrieb. Als
ihn die Ortsbevölkerung um eine Messe zur Aufführung in der der Kirche von
Chimay bat, holte Cherubini der Beruf ein.
Nach anfänglicher Ablehnung schuf
Cherubini eine große Orchestermesse im ausladenden Solemnis-Stil, deren Kyrie
und Gloria tatsächlich in Chimay uraufgeführt wurden. Im Jahr darauf stellte er
das Stück in Paris fertig.
Es handelt sich um eine ungemein
prachtvolle Komposition, in der die einzelnen Sätze bei ausgeprägter
Eigenständigkeit des Orchesterparts in sinfonischer Breite angelegt sind.
Kontrapunktisches Können und frühromantische Instrumentationskunst vereinigen
sich zu einem reizvollen Ganzen.
Dieses phänomenale Werk ist in
keinem Musikführer zu finden und erscheint bei EMI als Welt-Ersteinspielung.
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