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Jocelyn B. Smith - Phenomenal Woman
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© blondell/edel |
| Jocelyn B. Smith - Phenomenal Woman |
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Was ein Phänomen ist, weiß man. Wie ein Phänomen klingt, erfährt man auf
dem neuen Album der Jocelyn B. Smith. Die 43-jährige Wahlberlinerin aus Queens,
NY, eine der angenehmsten Ausnahmeerscheinungen der hiesigen Kulturszene, lässt
darauf ein gutes dutzend Mal ihre Seele singen. Schöner, spiritueller,
sinnlicher, sanfter, souliger und süchtig machender denn je.
Die Wirkung
ihrer Stimme, ihres Gesangs, der Musik- nicht nur von ihrer wohlbekannten Band,
sondern auch von Gästen wie Till Brönner und Toni Lakatos- ist so offensichtlich
wie unerklärlich. Man freut sich und fühlt mit ihr, spürt Glaube, Liebe und
Hoffnung.
Aber warum? Da hilft der Titel "Phenomenal Woman ", der sich
auf ein Gedicht der afroamerikanischen Autorin, Aktivistin, Filmemacherin und
Poetin Maya Angelou bezieht. Mit unerklärlicher, also phänomenaler Seelenruhe,
präsentiert sich diese natürlich normale Superfrau als Sinnbild schwarzen,
weiblichen Selbstbewusstseins. Sie bietet Gefühl statt Kalkül, Seele mit Sinn,
jede Menge Talent, Stolz und Mut.
Warum hat Jocelyn B. Smith
diesen Titel für ihr Album übernommen? "Es gibt etwas, das man als
Künstler mit einer so langen Karriere wie meiner selbst nur schwer erklären
kann", meint sie. "Die Leute fragen mich, warum ich etwas bestimmtes singe oder
mache, warum ich mich für etwas bestimmtes entscheide. Das einzige, was ich als
Erklärung sagen kann ist, dass ich all das getan habe, um zu lernen. All meine
Erfahrungen, meine Erlebnisse, privat und musikalisch, machen das aus, was ich
heute meinen "Erfolg" nenne. Ich habe Erfolg, weil ich mir den Luxus leisten
kann, mein eigenes Album zu machen. Wo und wann und wie ich will. Mit den
Musikern, die ich mag. Und mit genau den Songs, die ich mag."
"Phenomenal Woman", das neue musikalische Wunschkind der zweifachen
Mutter Jocelyn B. Smith, hat einen größten gemeinsamen Nenner: Soul. Der Titel
dieses Albums ist ein mehrfacher Volltreffer, ob man das namensgebende Gedicht
nun kennt oder nicht. Er passt perfekt zu diesem facettenreichen, ausgereiften,
ehrlich vielsagenden Werk und seiner ebenso gearteten Protagonistin. "Phenomenal
Woman" ist nicht mehr oder weniger als das hervorragendste Album einer im besten
Sinne außergewöhnlichen Künstlerin. Und damit selbst ein Phänomen.
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