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E.S.T. - Seven Days of Falling |
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Mit Strange Place For
Snow gelang dem Esbjörn Svensson Trio der internationale Durchbruch:
Überschüttet mit Auszeichnungen, darunter der BBC Jazz Award und der Preis der
deutschen Schallplattenkritik, bescherte es dem schwedischen Trio wunderbare
Verkaufszahlen und sogar eine Amerika-Tournee. Warum Svensson so viel Lob erntet
und so viele Preise gewinnt, will mir nicht ganz klar werden. Zweifellos ist er
ein prima Pianist und ein guter Stückeschreiber, aber das sind andere auch. Zu
viel Wirbel muss nicht immer gut tun. Was Svensson zum wirklich Großen fehlt ist
das Nonverbale: das berühmte Quäntchen Charisma im Spiel, der unverwechselbare
Anschlag, die charakteristische Phrasierung. Auch seine Improvisationen sind
zwar solide, aber nicht bahnbrechend. Insofern alles sehr schön aber etwas zu
heiß gekocht?
E.S.T. spielen dynamischen, melodiösen Jazz, sehr luftig, mit Anleihen aus
klassischer Romantik und einem Hauch von Pop-Ästhetik. Das Besondere an Seven
Days Of Falling sind kontrastierende Schlagzeugparts im Drum &
Bass-Stil, das wirkt sehr eigenwillig. Dazu kommen sparsame elektronische
Sound-Effekte (wie z. B. eine Verzerrung im Kontrabass) und feiner, gezielter
Umgang mit dem Hall. Die Kompositionen bauen auf Melodie, auf wirkungsvolle
Wechsel in Tempo und Feel und auf wogende Ostianti -- einnehmend zwar und schön
geschrieben, aber das Ekstatische, Rauschhafte bleibt aus: vielleicht ein
Privileg des Live-Konzerts? Unerklärlich zu guter Letzt bleibt der inoffizielle
Zusatztrack ganz am Ende der CD: Gott weiß, was E.S.T. zu dieser absurden
Gesangseinlage getrieben hat.
Aus der
Amazon.de-Redaktion Katharina Lohmann
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