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© Kurt Elling (c) EMI |
| Kurt Elling (c) EMI |
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Der Philosoph und sein poetischer
Jazz:
Während die Generation der heute Dreißig- bis
Vierzigjährigen zahlreiche begabte Jazzsängerinnen hervorgebracht hat, steht der
am 2. November 1967
in Chicago, Illinois
geborene Elling als männliches Pendant allein auf weiter Flur. Man In The Air
zeigt wieder einmal, was Elling so einzigartig macht: Der Sänger, der zugleich
auch Bandleader, Komponist, Arrangeur und Dichter ist, besitzt eine
unverwechselbare Handschrift, wenn es darum geht, Poesie und Jazz miteinander zu
verzahnen.
So hat der in den vergangenen Jahren für insgesamt
sechs Grammies nominierte Vokalakrobat für sein neues Album Kompositionen von
Giganten wie John Coltrane, Herbie Hancock und Pat Metheny ausgewählt und sie
mit selbstgeschriebenen Versen versehen. Das Ergebnis ist ebenso gediegen wie
subtil: Das Werk überzeugt nicht durch Knalleffekte, sondern mit wohldosierter
Kontrolle von Atmosphäre, Raum und Zeit. Insgesamt zehn der zwölf Tracks
transportieren Ellings Worte, und jedesmal ringt er mit Themen wie Liebe, Leben
und Verlust ohne in Klischees oder Plattitüden abzudriften. Hier ist ein
gereifter Elling zu erleben, der auch um die Zwischentöne des Lebens weiß. Man
In The Air ist prall gefüllt mit Lebenserfahrung, und selbst vergangene Liebe
münzt der studierte Philosoph in Stücken wie A Secret I (basierend auf Hancocks
Alone And I) in wohltönende Zuversicht um. Man In The Air wird Maßstäbe setzen —
in einem Genre, das längst nicht mehr männlicher Jazzgesang, sondern Kurt Elling
heißt.
Kurt Elling – Man
In The Air
Kurt Elling (Vocals),
Laurence Hobgood (Piano and Rhodes Electric Piano), Rob Amster (Bass), Frank Parker Jr
(Drums and Percussion), Stefon
Harris (Vibes), Jim Gailloreto
(Soprano Sax), Paul Wertico
(Drums), Brad Wheeler (Soprano Sax) |