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Wie sein Vater spielt er Tenor- und Sopransaxofon, aber er spielt nicht wie sein
Vater. Und doch ist der von seinem legendären Vater John Coltrane nach dem Sitar-Giganten
Ravi Shankar benannte Ravi Coltrane gesegnet und gestraft mit einem
Namen, der gleich in mehrfacher Hinsicht höchste Erwartungen an musikalische Genialität,
Spiritualität, Virtuosität, Innovativität weckt.
Alle zehn Stücke seines dritten Albums hat er
in nur zwei Tagen (Mai 2002) mit zwei verschiedenen Trios der "Mad 6" aus New
York (Piano, Bass, Drums) eingespielt. Dadurch wirken sie so kräftig,
so impulsiv und emotional wie eine Live-Aufnahme.
Bei beiden Besetzungen
ist der Schlagzeuger Steve Hess mit von der Partie, er unterlegt die 10 Titel
mit einem hochdifferenzierten und wild drängenden Percussion-Geflecht.
Die Songs
sind zum Teil Ravis eigene Kompositionen, es finden sich aber auch Standards wie
"Round Midnight" und das schöne, ebenfalls von "Monk" stammende "Ask me
now".
Dem Charles Mingus-Standard "Self
Portrait In Three Colors" gewinnt er originelle Lines ab. Die Tracks
"26-2" und "Fifth House" vom berühmten Vater John Coltrane wollte er nicht
fehlen lassen.
Diese haben einen ganz
eigentümlichen Charakter: Sie klingen wie Ausschnitte aus einer Art weißem
Rauschen. An den hart geschnittenen Enden hat man den Eindruck, als hätte jemand
gerade "weitergezappt." Es entsteht eine Pause und man wartet förmlich auf
Applaus.

Homepage: www.ravicoltrane.com |