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Jeder Sohn hat ihn: einen Vater. Ob leiblich oder sozial, dauerhaft oder
temporär, gemocht oder abgelehnt. Für manchen ist er Lehrer, Freund, Begleiter,
für andere Unterdrücker und Despot. Und egal, ob der Vater anwesend ist oder
nicht, ob sein Sohn ihn verdammt oder achtet, hasst oder liebt – er ist eine
grundlegende Bezugsperson.
Die Autorin Simone Schmollack hat in »Ich bin
meines Vaters Sohn« Geschichten aufgeschrieben, die Söhne mit ihren Vätern
erlebt haben. Es sind authentische Erlebnisse, in denen es im weitesten Sinne um
Liebe und Verrat, Verzeihen und Betrug, Anerkennung und Vergessen, Leben und Tod
und sogar um Mord geht.
DAS BUCH Jahrtausende lang
war der Vater der Ernährer und »Bestimmer« in der Familie und gab diese Rolle an
seinen Sohn weiter. Heute bricht dieses Verständnis – durch veränderte
Gesellschaftsbedingungen und Frauenbewegung – allmählich auf. Daraus entsteht
eine Reihe von Fragen: Wie sieht ein »modernes« Verständnis von Vaterschaft aus?
Können Väter noch Vorbilder sein? Wollen Väter überhaupt Vorbilder sein?
Einige Söhne treten in Vaters Fußstapfen, andere grenzen sich bewusst
ab. Wie sich beide gegenseitig empfinden, hängt unter anderem stark davon ab,
wie Väter ihren Söhnen begegneten, als diese es am nötigsten hatten: in den
Kindertagen und der Pubertät. Das ist das Fatale an der vaterlosen Gesellschaft:
Viele Väter wissen nicht, wer ihre Söhne sind, und Söhne nicht, was ihre Väter
ausmacht.
23 Männer kommen in Simone
Schmollacks neuem Buch »Ich bin meines Vaters Sohn« zu Wort und erzählen
gefühlvoll von Liebe und Abscheu, Tod und Verlassensein, Ängsten und Hoffnungen.
272 Seiten, Taschenbuch ISBN 3-89602-429-9,
12,90 EUR (D) Schwarzkopf &
Schwarzkopf Verlag, Berlin 2003 www.die-leseprobe.de
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