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Der Knabe - von Germaine Greer |
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© Der Knabe (c)Gerstenbergverlag |
| Der Knabe (c)Gerstenbergverlag |
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Seit der Antike sind Knaben Objekte der Begierde und Inbegriff der Schönheit.
Mit Der Knabe bricht Germaine Greer, bekannt als "Ikone des
Feminismus", wieder einmal Tabus: Nicht die Frau, sondern der Knabe, der
Jüngling ist das Motiv, mit dem sich die westliche Kunst am leidenschaftlichsten
beschäftigt hat.
Denn während die Gesellschaft vom Mann Härte gegen sich
selbst und die Unterdrückung der Gefühle fordert, faszinieren beim Knaben gerade
seine Verletzlichkeit und seine nicht zielgerichtete Erotik. Mit dem Blick einer
Frau legt Germaine Greer das Bild des Knaben, jenes zarten, verwundbaren und
doch von Lebenskraft erfüllten Wesens, frei, das Bild des schönen Knaben, das
unter einer Flut erotischer Frauenbilder verschüttet worden ist.
Greers umfassende Darstellung ist
nicht nur eine Kunstgeschichte. In Kapiteln wie "Was ist ein Knabe?", "Das
passive Objekt der Begierde", "Der Knabe als Soldat" und "Der weibliche Blick"
verweist die Autorin auf die untrennbare Verflechtung von Kunst, Literatur und
Gesellschaft und öffnet auch unseren Blick für eine unverstellte
Auseinandersetzung mit ihrem Thema.
Vita Die AutorIn Germaine Greer, geb. 1939 in Melbourne,
studierte in Melbourne, Sydney und Cambridge und promovierte über Shakespeares
frühe Komödien. Weltweit bekannt wurde die streitbare Feministin und
Erfolgsautorin mit ihrem bahnbrechenden Werk "Der weibliche Eunuch".
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