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© MSD |
| Stadtansicht von Budapest |
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ROSA REISEN: nah
Budapest
Behäbig
fließt die Donau durch die Budapest. Nach Wien war sie die größte Stadt der K.
u. K.-Monarchie und hat sich aus dieser Zeit nach viel erhalten:
Jugendstilgebäude, gemütliche Cafés und die Musik der Operetten. Erst durch den
Brückenbau wurde aus Buda und Pest, die Hauptstadt
Ungarns.
Mit der
Seilbahn in die Vergangenheit
Aus Angst vor
der Rückkehr der Türken ließ König
Bela IV. den Berg in Buda zu einer Festung ausbauen. Es entstanden die Burg,
Kirchen und Wohnhäuser. Aber so sicher war man nicht hinter den hohen Mauern.
Nach der Zerstörung durch die Türken (1541), wurde die Anlage durch eine
Pulverexplosion dem Erdboden gleichgemacht. Maria Theresia ordnete den
Wiederaufbau an, aber noch zweimal musste das Viertel aufgebaut
werden.
So mühsam, wie
sich damals die Eroberer den Berg erkämpfen mussten, ist es heute nicht mehr.
Die Sikló, die zweitälteste Standseilbahn der Welt, schafft die Strecke von der
Kettenbrücke zur Burg in wenigen Minuten. Man
betritt die Burganlage durch das Wiener Tor, ist sofort von den
gepflasterten Straßen und den alten Häusern mit den schmiedeeisernen Balkonen
begeistert. Die winkligen Gassen führen vorbei an schiefen kleinen Häuschen,
verzierten Bürgerhäusern. Abends ist die Gegend von Gaslaternen erleuchtet. Die
Gassen öffnen sich zu kleine Plätzen, wo schon im Mittelalter Markt gehalten
wurde. Dem Marktplatz gegenüber liegt die evangelische Kirche,
in der in den Sommermonaten Konzerte stattfinden.
Ebenfalls im Sommer
fühlt man sich auf dem Dreifaltigkeitsplatz ins Mittelalter
versetzt. In passenden Kostümen spielen Straßenmusikanten, Gaukler und Jongleure
unterhalten ihr Publikum, Portraitmaler warten auf Kundschaft. Sonntags sollte
man sich auf keinen Fall die 10-Uhr-Messe in der
Matthiaskirche entgehen lassen. Chor und Orchester machen den
Gottesdienst zu etwas Einmaligem. Etwas kitschig wirkt die
Fischerbastei. Aber von hier oben genießt man den schönsten
Blick auf das gegenüberliegende Donauufer. Wieder ganz romantisch wird es in der
Herrengasse. Liebevoll restaurierte Häuser mit begrünten Hinterhöfen laden zum
Fotografieren ein. Die Burg, die so aussieht wie Maria Theresia
sie aufbauen ließ, beherbergt heute Museen und
Bibliotheken.
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Jugendstil, Kaffeehäuser, Einkaufsmeile –
lebendiges Pest Die Kettenbrücke ist die älteste Verbindung
zwischen den beiden Stadtteilen. Besonders am Abend, wenn sie hell angestrahlt
wird, ist sie eine beeindruckende Sehenswürdigkeit. Auf der Promenade in Pest,
kann man gemütlich entlang der Donau schlendern, und den vielen Schiffen
nachsehen. Aber gleich hinter der Promenade, beginnt das quirlige Leben. Nicht
einfach ist es, den Kalorienbomben im Café Gerbeaud,
Vörömarty-Platz, zu widerstehen. Aber mit der „Entschuldigung“ noch etliche
Kilometer per pedes zu absolvieren, sind die Cremeschnitten, Sahnetörtchen und
Pralinen einfach eine Sünde wert. Sehenswert ist die Innerstädtische
Pfarrkirche nahe der Elisabethenbrücke. Aus der türkischen
Besatzungszeit hat sie noch eine Gebetsecke. Budapest ist auch berühmt für seine
Jugendstil-Gebäude. Ein wichtiges Beispiel ist der Pariser Hof
am Ferenciek tere. Berühmt ist das Gebäude der Postsparkasse.
Mit dem geschwungenen Dach, den bunten Ziegeln und Ornamenten, ist sie kaum zu
übersehen. Alles überragt die St. Stephans Kirche. Mit der 96 m
hohen Kuppel prägt sie die Silhouette von Budapest. Sie ist dem ersten
christlichen König, Stephan, geweiht und verwahrt in einer Seitenkapelle dessen
einbalsamierte Hand.
Wieder an der Donau, sieht man von weitem das
Parlamentsgebäude. Sofort stellt man eine Verbindung nach
London her. Die Ähnlichkeit mit dem Gebäude an der Themse ist nicht zu
übersehen. In dem längsten Gebäude Ungarns (268 m), tagt die Nationalversammlung
und in den 700 Räumen sind die Ministerien untergebracht. Die Kreditkarte zücken
kann man in der Váci utca. In dieser eleganten Einkaufsmeile
reiht sich Boutique an Boutique. Müde vom Shopping laden gemütliche Restaurants
zur Rast ein. Die ungarische Küche sorgt für neue Energie um sich in einem der
Badehäuser massieren zu lassen oder am Abend das Nachtleben zu erkunden.
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