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Keine Angst vor dem 5***** Hotel-Tempel |
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Wer kann von sich schon sagen, dass er in großen
Luxushotels dieser Erde ein- und ausgeht? "Fünf Sterne" sind für die meisten
schon etwas Außergewöhnliches. Du wirst dich daher möglicherweise fragen:
"Gelten in der Luxus-Hotellerie ganz besondere Spielregeln?"
Gewiss. Ein Grandhotel zeichnet
sich zuallererst durch Großzügigkeit aus. Du spürst das sofort, sobald Du ein solches Haus
betreten hast. Aber das Parkett ist dort auch besonders "glatt", weil man viele
Fehler machen kann, ohne diese selbst gleich zu bemerken. Beispielsweise beim
Trinkgeld.
Kein
Mitarbeiter eines wirklichen Luxushotels wird jemals auf den Gedanken kommen,
auch nur mit einem Hauch von einer Andeutung von Dir ein Trinkgeld einzufordern.
Aufmerksame Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit gegenüber dem Gast gehören zu
den wichtigsten Pflichten des Personals solcher Häuser. Man ist stets diskret
und zurückhaltend, erwartet aber gleichwohl auch von seinen Gäste ein bestimmtes
Niveau - das heißt auch eine gewisse selbstverständliche Großzügigkeit.
Dennoch wird in Grandhotels keineswegs mit den Trinkgeldern nur so um sich
geworfen. Wer als Gast etwas auf sich hält, gibt am richtigen Platz und
angemessen. Es ist nämlich keineswegs so, dass jeder hilfsbereite Geist des
Hauses ein Trinkgeld erwarten kann.
Die Redaktion des
Praxishandbuchs "Stil &
Etikette"
hat dazu kürzlich ein kleines
"Trinkgeld-Brevier" für Luxushotels veröffentlicht.
Demnach
bekommen im Luxushotel in der Regel keine Trinkgelder:
-
Personen, die in Zivilkleidung arbeiten.
- Die Empfangsdame,
die Dich bei der Anreise in Ihr Zimmer begleitete und Dir die Funktion von
Schlüsselanlage, Vorgängen, Geräten und die weiteren Einrichtungen des Hauses
erklärt.
- Der Rezeptionist bekommt ebenfalls nichts für das Aushändigen
von Schlüssel, Nachrichten oder sonstige Serviceleistungen.
-Auch
der Concierge bekommt für das Herbeirufen eines Taxis oder andere übliche
Dienstleistungen gewöhnlich kein Trinkgeld.
Faustregel fürs Trinkgeld im Luxushotel: Ein "Tip" von Dir darf grundsätzlich jeder erwarten, der für Dich Wege
innerhalb und außerhalb des Hauses macht und dabei für Dich noch etwas
trägt.
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Wie Du das Trinkgeld am besten
überreichst? Dazu gibt es eine einfache Regel. Du wirst persönlich
bedient, daher solltest Du auch persönlich danken. Hinterlege nicht einfach
unpersönlich ein paar Münzen oder einen Schein. Verbinde vielmehr Deinen
finanziellen Dankesbeweis mit ein paar freundlichen Worten für die jeweilige
Leistung.
Das richtige Maß für ein Trinkgeld im Luxushotel sieht
in etwa so aus:
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Auto |
Parken und
holen: jeweils 2 - 3 Euro |
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Bar,
Cafe,
Restaurant |
Allgemein
sind in der Gastronomie 5% - 10% üblich. Sofern Du im Hotel den Verzehr
auf die Gesamtrechnung schreiben lässt, hinterlasse das Trinkgeld
jeweils in bar beim Unterschreiben der Rechnung im Restaurant. In
Business-Hotels lässt man das Trinkgeld schon mal auf dem Tisch liegen. Im
Grandhotel ist das unüblich. |
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Gepäck |
2 Euro pro
Stück, bei An- und Abreise |
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Housekeeping |
Ab 2 Euro pro
Nacht; bei Suiten mehr. Bei längeren Aufenthalten pauschal 10 Euro pro
Woche/Zimmer. Das Trinkgeld kannst Du zu Beginn oder in der Mitte des
Aufenthalts überreichen. |
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Sonderwünsche |
Für Gänge des
Pagen an den Briefkasten um die Ecke sind 2 - 3 Euro angemessen. Bekam der
Concierge hingegen für Dich im ausverkauften Opernhaus noch Plätze im
ersten Rang, könnten 10 Euro zu wenig sein. Wägen Sie jeweils den Grad der
Mühe ab, den Ihr Helfer vermutlich mit Ihrem Sonderwunsch
hatte. |
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Zimmer-Service |
Die in der
Room-Service-Karte vermerkten Aufschläge sind Bedienungs-, aber kein
Trinkgeld. Darum: 2 bis 5 Euro zusätzlich pro Lieferung. |
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