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© Erbe, Pooley: USDA, ARS, EMU |
| Staphylococcus aureus in 50.000facher Vergrößerung |
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Bakterielle Erkrankung ist
gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent
Ein tödlicher Stamm von MRSA, der zu
einer fleischfressenden Form von Lungenentzündung führen kann, ist aufgetaucht.
Erste Forschungen des San Francisco General Hospital Medical Centre http://www.sfghf.net weisen darauf hin, dass der
Erreger im Großraum San Francisco vor allem die homosexuelle Gemeinde in Castro
heimsucht. In Großbritannien wurden laut BBC erst zwei Fälle von Infektionen mit
dem USA300-Stamm bekannt. Diese MRSA-Form wird normalerweise nicht in
Krankenhäusern übertragen, sondern beim zufälligen Kontakt zwischen Menschen.
Der neue Stamm ist gegen die Behandlung mit einer Vielzahl von Antibiotika
resistent. Er führt zu großen Geschwüren in der Haut. In schweren Fällen kommt
es zu einer tödlichen Blutvergiftung oder einer nektrotisierenden
Lungenentzündung, bei der das Gewebe der Lungen zerstört wird. Details der
Entdeckung wurden in den Annals of Internal Medicine http://www.annals.org veröffentlicht.
Laut dem Team um Binh Diep trat der
Bazillus bisher 13 Mal häufiger bei homosexuellen Männern in San Francisco auf
als bei anderen Menschen. Im Castro Bezirk, in dem mehr homosexuelle Menschen
leben als anderswo in den Vereinigten Staaten, trägt einer von 588 diese
MRSA-Form in sich. In der Gesamtbevölkerung der Stadt ist einer von 3.800
Menschen betroffen. Laut Diep sind von diesen resistenten Infektionen häufig
homosexuelle Männer in Körperbereichen betroffen, wo es während des
Geschlechtsverkehrs zu einem Hautkontakt kommt. "Da diese Bakterie auch bei
einem zufälligeren Kontakt übertragen werden kann, befürchten wir eine
Ausbreitung auf die gesamte Bevölkerung."
Die beste Möglichkeit eine
Übertragung zu verhindern sei vermutlich, sich vor allem nach sexuellen
Aktivitäten gründlich mit Seife und Wasser zu waschen. Die aktuelle Studie
basiert auf einer Untersuchung der Daten von Kliniken in San Francisco und
Boston. Mark Enright, einer der führenden britischen MRSA-Experten erklärte,
dass die Höhe der Zahlen überraschend sei. "Wir wissen, dass der
USA300-Stamm sich sehr leicht über Hautkontakt überträgt. Am meisten gefährdet
sind homosexuelle Männer, Drogenkonsumenten und Sportler, wie etwa Ringer, die
viel Körperkontakt haben. Viele Sexualpartner und häufiger Hautkontakt mit
vielen verschiedenen Menschen erleichtern die Ausbreitung der Infektion."
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