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| Rechtsstatus Homosexualität |
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Die Situation von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und
Transgendern
In vielen Ländern der Erde werden die
Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern mit Füßen
getreten. In rund 70 Staaten ist gleichgeschlechtliche Liebe strafbar. In
mindestens sieben davon droht gar die Todesstrafe: Afghanistan, Iran, Jemen,
Mauretanien, Pakistan, Saudi-Arabien und Sudan. Jahrelange Gefängnisstrafen oder
schlimme Folter sind Alltag für gleichgeschlechtlich liebende Menschen in vielen
Erdteilen. Die einzige Möglichkeit für Menschen in den betreffenden Regionen der
Erde ist die Unterdrückung der sexuellen Identität oder
Emigration.
Auch Europäische
Länder sind trotz demokratischen Verfassungen und „Homoehe“ nicht durchgehend
positiv Homosexuellen gegenüber eingestellt. Grundsätzlich gilt: Je westlicher
und nördlicher man sich in Europa begibt, desto liberaler wird die Einstellung.
Gesetzlich verboten ist Homosexualität in keinem europäischen Land. Der Alltag,
vor allem in den östlichen und südlichen Ländern jedoch ist deswegen nicht
einfacher. In der Türkei werden Homosexuelle aus der Familie verband. In Polen
gingen Hooligans 2005 auf eine Parade von Homosexuellen mit Schlagstöcken los –
von der Polizei unbehelligt. Und selbst in Österreich sind erst dieses Jahr die
Paragraphen 209 und 207b aufgehoben worden, die homosexuelle Handlungen unter
Strafe stellten. Unklar ist dabei nach wie vor, wie viele Urteile auf Grundlage
dieser beiden Paragraphen derzeit noch rechtskräftig sind.
In Deutschland wurde erst 1994
der Paragraph 175 endgültig gestrichen, der homosexuelle Handlungen unter Strafe
stellte. Seit 2001 ist die eingetragene Lebenspartnerschaft möglich. Seit
Oktober 2004 sind Ergänzungsgesetze in Kraft getreten, dank denen Lesben und
Schwule mittlerweile in Fragen der Hinterbliebenenversorgung, Verlobung und im
Beamtenrecht gleichgestellt sind.
Eine vollständige gesetzliche Gleichstellung
bedeutet das jedoch nicht. In Fragen der Adoption, dem Steuerrecht und der
Erbschaft gibt es noch immer eine Ungleichbehandlung. Ob eine Regierung unter
Frau Merkel diese gesetzliche Baustelle endlich beendet, bleibt
abzuwarten.
Gleichstellung,
Akzeptanz und die Einhaltung der Menschenrechte lassen sich jedoch nicht nur
durch gesetzliche Reglungen durchsetzen. Akzeptanz beginnt in der Familie, im
Freundeskreis, auf der Arbeitsstelle, in der Nachbarschaft – vor allem im
Kopf.
Der Gerede e.V. ist in Dresden
die Anlaufstelle, für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle – aber auch für
Eltern, Angehörige, Pädagogen und Sozialarbeiter. Der Verein befindet sich in
der Prießnitzstraße 18 in der Dresdner Neustadt. Ebenso das Vereinscafé
„Kontakt“, in dem es viele Informationsmaterialien und eine Szene-Mediothek mit
Büchern, Videos und DVD´s gibt. Dienstags und Donnerstag besteht die
Möglichkeit, sich von ausgebildeten Fachkräften zum Thema Homo und
Transsexualität beraten zu lassen. |