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CELEBRITY exklusiv Interview mit Orlando Bloom
Orlando Bloom im Film Troja
© Warner Bros.
"Johnny Depp oder Brad Pitt sind echte Männer – dagegen bin ich nur ein Bübchen"

Warum ist eigentlich sein schwarzer Labrador ständig an seiner Seite? Man sieht Orlando Bloom kaum noch ohne ihn – selbst beim Interview mit dem People-Magazin CELEBRITY: "Sidi gehört einfach dazu, inzwischen. Irgendwann tauchte er plötzlich mit ein paar Kollegen bei den Dreharbeiten zu "Königreich der Himmel" in Marokko auf. Es war fast so was wie Liebe auf den ersten Blick. Er war damals gerade mal sechs Wochen alt, extrem dünn und völlig verlaust. Ich musste mich einfach um ihn kümmern und dann brachte ich es nicht übers Herz, ihn einfach zurückzulassen. Ich ließ ihn impfen und konnte ihn dann ohne Problem nach England einführen. Jetzt ist er mein bester Freund. Ich trage seine Milchzähne als Glücksbringer an einer Halskette."

Der edle Ritter in "Königreich der Himmel" ist seine erste richtige Männerrolle. Auf die Frage, ob er sich durch die Dreharbeiten verändert hat, antwortet Orlando: "Ja, habe ich tatsächlich, ich glaube, ich bin auch selbst endlich zum Mann geworden. Es gibt einige Parallelen zwischen dem, was im Film passiert, und wie ich mich persönlich entwickelt habe. Es fing schon damit an, dass ich sehr viel trainiert habe, um körperlich präsenter zu wirken. Und dann spiel ich in diesem Film die erste wirkliche Hauptrolle meines Lebens. Zuerst habe ich mir ernsthaft Sorgen gemacht, ob ich dieser Verantwortung tatsächlich gerecht werden kann. Ich konnte nachts vor Aufregung nicht mehr schlafen. Aber ich habe gelernt, mit der Verantwortung umzugehen. Im Film wächst der Ritter an der Größe der Probleme, mit denen er konfrontiert wird. Für mich selbst war es genauso. Ich habe den Film mit einer fürchterlichen Grippe einen Monat lang in der staubigen Wüste Marokkos gedreht. Das ist schon so etwas wie ein religiöses Erlebnis..."

Die Wüste hat für Orlando Bloom auch etwas religiöses: "Die Wüste ist ein guter Ort, um den Geist zu reinigen und zu meditieren. Ich habe mich eindeutig meinem Schöpfer näher gefühlt. Ich bin Buddhist und habe mich lange mit der Religion auseinander gesetzt. Sie ist ein Wegweiser durchs Leben. Ich verstehe vieles besser, bin ausgeglichener, selbstbewusster. Am Ziel sehe ich mich noch nicht, ich bin noch ein Suchender."

Man sagt, Orlando hat sich von Kollegin und Freundin Kate Bosworth getrennt – gibt es schon eine neue Freundin? "Sagen wir es mal so: Im Westen nichts Neues...(lacht). Ehrlich gesagt ist die Arbeit zurzeit meine Geliebte. Da ist es schwierig, eine neue Beziehung aufzubauen. Zumal ich nie genau weiß, ob sich die Frauen wirklich für mich oder nur für meine Popularität interessieren. Aber dafür habe ich jetzt ja Sidi. Er hat da eine unglaublich gute Nase und durchschaut Frauen, die es nicht ehrlich meinen."

Auf die Frage ob er ein Romantiker ist antwortet Orlando Bloom: "Das ist eigentlich meine Lieblingsrolle. Im Film genauso wie im Leben. Was gibt es Schöneres, als mit kleinen Gesten das Herz einer Frau zu erobern? Aufmerksamkeit ist da besonders wichtig. Und Sensibilität. Auch wenn es fast schon ein bisschen altmodisch klingt: Ich würde gerne von mir behaupten, dass ich ein Gentleman bin. Ich versuche jedenfalls, Frauen immer anständig zu behandeln. Das hat meine Mutter mir beigebracht."

Trotzdem wird er eher als Sexsymbol denn als Gentleman gefeiert – zu Recht? "Es gibt Schlimmeres, als dass die Leute einen als sexy bezeichnen. Ich finde es schmeichelhaft. Die Sache mit dem Sexsymbol und die Aufmerksamkeit junger Mädchen ist sowieso irgendwann vorbei. Es wird immer eine neue Boygroup oder einen neuen Star geben. In ein paar Jahren werden meine Poster nicht mehr über den Betten der Teenies hängen. Sicher gibt es erhebendere Momente in meinem Leben, als ein Sexsymbol genannt zu werden.... Aber ich stehe ja noch am Anfang. Den Status von Johnny Depp oder Brad Pitt habe ich noch lange nicht. Sollte es aber in zehn Jahren noch so sein, fange ich an, mir ernsthaft Sorgen zu machen."
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