Zum vierten Mal seit 2004 wurden im Rahmen des
jährlichen Wettbewerbs „One Vision“ herausragende Bilder europäischer Fotografen
ausgezeichnet. Die Jury hatte auch diesmal keine leichte Aufgabe, aus 2.800
Fotografien, die aus 37 Ländern eingegangen waren, die 17 Preisträger
auszuwählen. „Through the eyes of another…“ lautete die Themenvorgabe: der Blick
auf Menschen mit HIV/AIDS vor allem in Afrika und ein wichtiger Beitrag gegen
Stigmatisierung und Diskriminierung – eine von Bristol-Myers Squibb maßgeblich
geförderte Initiative, die mit positiven Bildern das Bewusstsein der
Öffentlichkeit für diese bedrohliche Erkrankung zu schärfen
sucht.
Im aktuellen Wettbewerb waren Profi- und
Amateurfotografen aus ganz Europa aufgerufen, ihre Solidarität mit
HIV/AIDS-Betroffenen durch Bilder zu dokumentieren, die die Bedeutung eines
weitgehend normalen Lebens trotz Infektion/Erkrankung unterstreichen.
Das Juryteam um den britischen Fotografen Robert Taylor vergab in den
Kategorien Profi bzw. Amateur jeweils zwei europäische und 12 nationale Preise
sowie den UNAIDS-Spezialpreis zum Thema „Stop HIV: Keep the promise“. Das
Interesse am Wettbewerb ist groß, mit mehr als doppelt so vielen Einsendungen
wie im Vorjahr und bislang insgesamt 74 ausgezeichneten
Fotografen.
Kein Grund zur
Entwarnung! Die Anzahl von HIV-Neuinfektionen in der EU ist in den
letzten fünf Jahren um fast 40% angestiegen. Ein weiteres Alarmzeichen sind
heterosexuelle Kontakte als primäre Ursache von HIV-Neuinfektionen in einigen
Ländern sowie die zunehmende Zahl infizierter Frauen (aktuell etwa 30% bei
Erstinfektion).
Die Epidemien in der
Sub-Saharazone spielen auch ein wichtige Rolle als Virulenzpool: Mindestens ein
Drittel der heterosexuell erworbenen Infektionen in Mitteleuropa stammen von
dort, viele Migranten kennen ihren Serostatus nicht und viele infizierte
Migranten sind weiblich. Primär homosexuell erworbene Neuinfektionen sind in
Westeuropa leicht rückläufig – allerdings nicht in Deutschland, wo die
HIV-Neuinfektionsrate bei Männern, die Sex mit Männern haben, ansteigt.
Ungeschützter Sex birgt hier nach wie vor ein tödliches, vermeidbares Risiko.
Seit 1984, als Forscher an der Entwicklung
antiretroviraler Therapien zu arbeiten begannen, hat sich Bristol-Myers Squibb
auf Forschung und Entwicklung innovativer Therapien sowie auf Präventivedukation
und Kooperation mit Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen im Kampf
gegen HIV/AIDS konzentriert.
Der am Welt-AIDS-Tag 2003 erstmals
durchgeführte One-Vision-Fotowettbewerb ist auch als sichtbares Bekenntnis des
Unternehmens zu dieser aktiven Verpflichtung zu verstehen. Seitdem hat sich viel
getan und vieles deutlich verbessert: Das Unternehmen initiierte Partnerschaften
mit UNAIDS und zahllosen NGOs, unterstützt ACCESS für einen besseren
Arzneizugang in Afrika, legte ein pädiatrisches Versorgungsprogramm auf und
verbesserte die HIV/AIDS-Therapie durch Neuentwicklungen wie Atazanavir (ein
einmal täglicher Proteaseinhibitor, lizenzfrei in Afrika verfügbar) sowie die
erste komplette HIV/AIDS-Einmalpille (Efavirenz/Emtricitabin/Tenofovir,
ATRIPLA), deren europäische Zulassung erwartet wird. HIV/AIDS bleibt eine
Herausforderung, ein großes noch ungelöstes Problem.
(Eberhard J.
Wormer)
Internationale Pressekonferenz „One Vision 2007 Award
Ceremony“, Europäischer Fotowettbewerb 2007 Preisverleihung, Rom, 21.6.2007,
Veranstalter: bristol-myers squibb, www.onevisionphoto.org