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Superschnelle Kondome für Südafrika |
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© Pronto™ Condoms |
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Neuer Anlauf gegen
HIV/Aids-Ausbreitung in Afrika Mit einem Kondom,
das in drei Sekunden einsatzbereit ist, will der südafrikanische
Kondomhersteller Pronto in Südafrika gegen Aids vorgehen. Pronto braucht nicht
mehr aus der Verpackung genommen werden, sondern ist sofort einsatzbereit, wie
das Werbevideo verrät www.prontocondoms.co.za/demo_mov.htm. In Südafrika sind
mehr als 5,3 Mio. Menschen HIV-positiv.
"Wenn man ein herkömmliches
Kondom benutzt, ist ja die Stimmung schon weg, ehe man es angelegt hat",
meint Proto-Designer Willem van Rensburg. Daher habe er ein Kondon entwickelt,
das man quasi nicht aus der Verpackung zu nehmen braucht. "Selbst ganz
langsamen Benutzern sollte es innerhalb von drei Sekunden möglich sein, sich das
Gummi anzulegen", so der Erfinder. Dass hinter der Erfindung der Kampf
eines Landes gegen die Seuche Aids liegt, wird spätestens bei der
Politprominenz, die hinter der Werbekampagne steht, klar: Deputy-President Jacob
Zuma und Gesundheitsminister Manto Tshabalala-Mismang. Tatsache ist, dass
derzeit täglich 1.000 Menschen an den Folgen von Aids in Südafrika sterben. Nur
ein geringer Bruchteil der Infizierten bekommt jene Medikamente, die vor dem
sicheren Tod bewahren, berichtete das Wissenschaftsmagazin Nature www.nature.com .
Ein Grund, warum HIV sich in
Südafrika derart massiv ausbreiten konnte, liegt darin, dass viele Menschen
keine Kondome benutzen. Das liege daran, dass sie in der Anwendung zu
kompliziert wären, mutmaßen die Kritiker. Rensburg hingegen bringt es auf einen
anderen Punkt: "Kondome sind echte Liebestöter, weil sie die Stimmung
zerstören." Fünf Jahre hat der Erfinder dazu gebraucht, seine Kondome zur
Marktreife zu bringen. Außerhalb Südafrikas sind die Produkte allerdings bisher
nicht im Angebot.
Wie schlecht die Performance der Kondome tatsächlich
ist, hat eine Studie in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Sexual
Health gezeigt. Befragt wurden 278 Männer in einer Klinik für sexuell
übertragbare Erkrankungen in den USA. Demnach gaben 37 Prozent der Männer an,
dass sie mindestens einmal an Erektionsstörungen litten, wenn sie zum Verhüterli
griffen. Die Forscher um Cynthia Graham vom Kinsey Institute for Sex, Gender and
Reproduction an der Indiana University www.indiana.edu/~kinsey hatten auch
festgestellt, dass diese Männer in weiterer Folge wesentlich seltener Kondome
benutzten, als jene, die keine Erektionsprobleme hatten. 40 Prozent der Männer
mit Erektionsstörungen gaben auch an, Kondome vor Ende des Geschlechtsverkehrs
abzunehmen.
"Diese Studie glaube ich aufs Wort, obwohl wir das
selbst nicht empirisch nachgewiesen haben", so der Sexologe Rolf Gindorf,
Leiter des DGSS-Instituts für Lebens- und Sexualberatung und Vizepräsident der
Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS) www.sexologie.org, im Gespräch. "Die Anwendung von
Kondomen sei immer eine Unterbrechung der Erregung, des so genannten "Arousal".
Es sei fraglich, ob das südafrikanische Produkt die Infektionsrate tatsächlich
reduzieren kann. Die Bereitschaft ein Kondom zu verwenden, sei in Afrika nicht
gerade groß. "Dennoch wäre es wünschenswert", so der Experte. Ein anderes
Problem sei die Mentalität afrikanischer Männer: häufiger Sex mit verschiedenen
Partnerinnen gehöre einfach dazu." |
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