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Neue wirksame Kombinationen in der AIDS-Therapie
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© Hoffmann-La Roche AG |
| mikroskopisches Bild: Viruspartikel, die sich von der Wirtszellmembran lösen |
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DHHS-Leitlinien zur
Behandlung von HIV/AIDS empfehlen den Einsatz von Fuzeon® zusammen mit einem
aktiv geboosteten Proteasehemmer bei vorbehandelten Patienten
Neue wirksame Kombinationen
erhöhen bei vorbehandelten HIV-positiven Patienten die Chance einer
Virussuppression unter die Nachweisgrenze auf nahezu das Doppelte
Grenzach-Wyhlen, 21. Oktober
2005.
Die Bedeutung des
Medikaments Fuzeon® (Enfuvirtid) für das Management von HIV wurde vom Department
of Health and Human Services (DHHS), dem US-Gesundheitsministerium, offiziell
bestätigt. In seinen neu aufgelegten Leitlinien zur Behandlung von HIV/AIDS wird
der Einsatz von Fuzeon zusammen mit einem aktiv geboosteten Proteasehemmer (PI)
für vorbehandelte Patienten empfohlen. "Heute, da wir über wirksame
Therapien wie etwa die Kombination von Tipranavir und Enfuvirtid verfügen, geben
diese Richtlinien eindeutig ehrgeizigere Ziele für das Management von
vorbehandelten Patienten vor und schaffen Klarheit im Hinblick auf die
bestmögliche Therapie"
, kommentierte Dr.
Anton Pozniak vom Chelsea and Westminster Hospital in London.
Die
Empfehlung des DHHS reflektiert die zunehmende Erkenntnis über den
"Fuzeon-Effekt“ , der sich im Zuge der Studien RESIST 1 & 2, POWER 1 & 2
und TORO 1 & 2 abgezeichnet hat. In diesen Studien wurde nachgewiesen, dass
die Anzahl der Patienten, bei denen die Viruslast unter die Nachweisgrenze sank,
nahezu doppelt so hoch lag, wenn zusätzlich Fuzeon zu einem der geboosteten
Proteasehemmer (PI) wie z. B. Lopinavir, Tipranavir oder TMC 114 gegeben wurde.
In den Richtlinien wird als Behandlungsziel Virussuppression auf Werte
unterhalb der Nachweisgrenze für Patienten empfohlen, die vorbehandelt sind und
einige Resistenzen aufweisen, aber noch auf einige aktive antiretrovirale
Wirkstoffe ansprechen. Von einem aktiven Medikament spricht man, wenn es noch
wirksam gegen das Virus eingesetzt werden kann. DHHS Leitlinien zur Behandlung
von HIV/AIDS Das „Panel on Clinical Practices for Treatment of HIV Infection“
des US-Gesundheitsministeriums (DHHS) konzentriert sich auf das umfassende
Management von behandlungserfahrenen Patienten. Es bietet außerdem Beratung zur
Veränderung eines antiretroviralen Therapieschemas aufgrund von virologischem
Versagen an; die neuesten Empfehlungen hierzu lauten u. a.:
•
Berücksichtigung der Behandlungsvorgeschichte sowie früherer und aktueller
Resistenztest-Ergebnisse zur Identifizierung aktiver Wirkstoffe (vorzugsweise
mindestens zwei voll aktive Wirkstoffe) zur Festlegung des neuen
Therapieregimes. Ein voll aktiver Wirkstoff zeichnet sich dadurch aus, dass er
auf der Grundlage sowohl der Behandlungsvorgeschichte wie auch der
Suszeptibilität in Bezug auf Tests zur Medikamentenresistenz aller
Wahrscheinlichkeit nach eine antiretrovirale Aktivität zeigt.
• Die
Ergänzung mit einem Medikament, das gegen ein medikamentenresistentes Virus
aktiv ist (z. B. ein wirksamer, mit Ritonavir geboosteter PI) und einem
Medikament mit einem neuen Wirkmechanismus (z. B. HIV-Entry Inhibitor) zu einer
optimierten antiretroviralen Grundbehandlung, kann eine signifikante
antiretrovirale Aktivität bewirken.
Die aktualisierten DHHS-Richtlinien vom 6. Oktober
2005 sind online verfügbar:
http://aidsinfo.nih.gov/guidelines/.
RESIST 1 & 2 / POWER 1 & 2 / TORO 1 & 2 – Die
aktuellen Studien Die gesammelten Daten aller
sechs Studien an mehr als 2.500 Patienten schaffen ein neues Paradigma im
Management von Patienten, die Erfahrung mit Medikamenten dreier Wirkstoffklassen
haben. Die geboosteten Proteasehemmer (Lopinavir/r, Tipranavir/r und TMC 114/r)
wirken alle optimal bei gleichzeitiger Kombination mit Fuzeon.
RESIST - Studien der Phase III zu Tipranavir: Nach
24 Wochen lag der Anteil der Patienten, die Fuzeon zusammen mit geboostetem
Tipranavir erhielten und bei denen die Viruslast um 90 % sank, nahezu doppelt so
hoch wie bei Patienten, die kein Fuzeon erhielten.
POWER -
Dosisfindungsstudien der Phase II zu TMC114: In den
Kombinationsstudien zu TMC114 über 24 Wochen lag der Anteil der Patienten, die
Fuzeon zusammen mit geboostetem TMC114 erhielten und eine Viruslast unter 50
Kopien/ml erreichten, nahezu doppelt so hoch wie bei Patienten, die kein Fuzeon
erhielten. Ein bemerkenswert hoher Anteil von 67 % der Patienten, die Fuzeon
zusammen mit geboostetem TMC114 erhielten, kamen unter die Nachweisgrenze.
TORO - Studien der Phase III zu Fuzeon: Nach 24
Wochen lag der Anteil der Patienten, die Fuzeon zusammen mit geboostetem
Lopinavir erhielten und eine Viruslast unter 50 Kopien/mL erreichten, doppelt so
hoch wie bei Patienten, die im Vergleichsarm ohne Fuzeon waren.
HIV-Therapie mit Fuzeon
Anfang 2003 hat die Hoffmann-La Roche
AG zur HIV-Therapie ein Medikament einer völlig neuartigen Wirkstoffklasse in
den Markt eingeführt. Im Vergleich zu anderen Substanzen, die im viralen
Vermehrungszyklus angreifen, gilt hier ein ganz neues Wirkprinzip. Der
Fusionsinhibitor Fuzeon (Enfuvirtid) verhindert bereits das Eindringen des
HI-Virus in die Wirtszelle, in dem er dessen Verschmelzung („Fusion“) mit der
Zellhülle blockiert. Dem völlig neuen Wirkmechanismus ist es zu verdanken, dass
Enfuvirtid eine hohe Effizienz im Einsatz gegen HI-Viren zeigt, die gegenüber
anderen antiretroviralen Wirkstoffen Resistenzen entwickelt
haben.
Quelle:
Roche
Redaktioneller Hinweis: Zu Risiko und
Nebenwirkungen von Medikamenten fragen Sie bitte Ihren Arzt oder
Apotheker.
Trotz aller Erfolge im Kampf gegen AIDS:
HIV ist nicht heilbar. Kondome schützen!
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