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von Stéphane Etrillard, SECS, Düsseldorf
Jeder Weg, den wir gehen, jeder Schritt, den wir
machen, bereitet sich in unserem Inneren vor. Was wir denken und fühlen, wie wir
"drauf" sind, entscheidet, was um uns herum und mit uns geschieht. In einer
deutschen Telefontalkshow wurden einmal Lottomillionäre aufgefordert, anzurufen
und über ihre Erfahrungen zu berichten. Die Resonanz war - gemessen daran, dass
nicht viele im Lotto Millionen gewinnen - recht groß und die Erfahrungen, von
denen berichtet wurde, fast durchweg negativ. Bei den meisten trat eine Art
Verfolgungswahn auf: Sie versteckten sich, weil sie glaubten, jeder wolle nur
ihr Geld. Sie brachen mit ihrem Freundeskreis, weil sie sich zu ständigen
Geschenken und Einladungen verpflichtet sahen. Sie lebten Doppelleben - ihr
früheres wie bisher und ein zweites in heimlichem Luxus. Oder sie waren auf
Betrüger hereingefallen.
Diese seltsamen Umstände lassen sich nur so erklären:
Selbst wenn von außen etwas an uns herantritt, was man einen glücklichen Zufall
nennt - wenn wir darauf nicht in unserem Inneren vorbereitet sind, können wir
nichts damit anfangen. Wir müssen bereit sein für die Dinge, die uns treffen,
und auch für die Dinge, die wir uns wünschen.
Zugleich öffnet uns Arbeit an uns selbst die Augen
für die Möglichkeiten dieser Welt. Vor allem für unsere Möglichkeiten in dieser
Welt. Und diese Möglichkeiten werden bestimmt von den Entscheidungen, die wir
für uns treffen und die wir so verinnerlicht haben, dass es nur einen Weg für
uns gibt - den Weg zur Verwirklichung unserer Ziele, die wiederum im Hauptziel
jedes Menschen gipfeln: Selbstverwirklichung.
Der Begriff Selbstverwirklichung hat für viele immer
noch einen Geruch von Esoterik an sich, obwohl er beispielsweise auch in der
Bedürfnispyramide des Psychologen Maslow, die in vielen seriösen
Managementlehrbüchern zu finden ist, ganz oben in der Spitze als letztes und
höchstes Bedürfnis des Menschen angeführt wird. Durch die häufige Ausrichtung
unseres Alltags auf naheliegende Ziele, schnelle Ergebnisse, die Erledigung
scheinbar unabänderlicher Lästigkeiten usw. geht immer wieder die Erkenntnis
verloren, dass die größten Taten der Menschheit oft dem Bedürfnis nach
Selbstverwirklichung entspringen. Und das betrifft nicht nur die berühmten
Entdecker, Erfinder und Künstler, die sich kompromisslos Aufgaben stellten,
sondern auch die vielen Menschen, die unbekannt geblieben sind und mit großer
innerer Sicherheit in ihrem jeweiligen Bereich hartnäckig auf etwas
hinarbeiteten.
Aus dem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung wächst
Effektivität, in der Effektivität begründet sich der Erfolg.
Den meisten Menschen ist mindestens ein Gefühl dafür
gegeben, wann sie nicht auf dem Weg zur Selbstverwirklichung sind. Aber das
Problem beginnt damit, dass man nicht weiß, was dieses "Selbst" eigentlich ist
und will. Wo ist Ihr Ziel? Wer sind Sie und wer wollen Sie sein? Was behindert
Sie? Wie können Sie auf dem Weg zur Selbstverwirklichung und damit zu
Effektivität und Erfolg starten? Wo beginnt die Arbeit an sich
selbst?
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