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Die Tage werden kürzer, die Stimmung sinkt.
Nebel, Niesel und Dunkelheit drücken aufs Gemüt. Zwischen Herbst und Winter
leiden rund 800.000 Menschen in Deutschland am so genannten Herbstblues von
Experten auch "saisonal abhängige Depression" (SAD) genannt. Häufige Symptome:
hoher Schlafbedarf, fehlender Antrieb, Stimmungsschwankungen, Heißhunger auf
Süßigkeiten und Konzentrationsschwierigkeiten. York Scheller, Diplom-Psychologe
bei der Techniker Krankenkasse (TK), gibt Tipps gegen das vorübergehende
Stimmungstief:
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Die Hauptursache ist Lichtmangel. Unter Einfluss
von Licht produziert der Körper verstärkt Endorphine auch Glückshormone
genannt. Außerdem wird bei Licht der Nervenbotenstoff Serotonin ausgeschüttet,
der die Stimmung aufhellt. In der Dunkelheit wird Melatonin produziert, das
uns schlapp und müde macht. Darum jeden Tag mindestens eine Viertelstunde nach
draußen gehen, um Tageslicht und frische Luft zu tanken. Selbst an bewölkten
Herbst- und Wintertagen ist das Sonnenlicht draußen noch drei- bis viermal so
stark wie die Zimmerbeleuchtung.
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Die richtige Ernährung hat Einfluss auf unsere
Stimmungslage: Der Mineralstoff Magnesium ist besonders wichtig für unser
Wohlbefinden. Gute Nahrungsmittelquellen für Magnesium sind zum Beispiel
Bananen, Linsen, Nüsse und Trockenfrüchte. Der Stimmungsaufheller Serotonin
ist beispielsweise in kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Nudeln und
Kartoffeln enthalten. Auch Fettsäuren aus Seefischen wie Hering und Makrele
oder pflanzliche Öle wie Raps- und Sojaöl heben die
Laune.
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Sport hilft gegen depressive Verstimmungen.
Körperliche Aktivität steigert das psychische Wohlbefinden, weil dabei
körpereigene Glückshormone (Endorphin, Serotonin, Dopamin) ausgeschüttet
werden. Günstige Sportarten, die die dunklen Wolken ums Gemüt vertreiben, sind
zum Beispiel Jogging, Walking, Radfahren und Skilanglauf. Den besten Effekt
erzielt man mit regelmäßigem, moderatem Ausdauertraining: Ideal sind drei- bis
fünfmal pro Woche jeweils 30 bis 60 Minuten Anfänger
weniger.
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Auch soziale Kontakte lenken von der negativen
Stimmung ab: Freunde einladen, zusammen ausgehen, sich mit Menschen umgeben,
die man mag. |