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Wissenschaftler des Karolinska
University Hospital www.ki.se in Schweden haben eine interessante Entdeckung der
Wirkung von männlichen Pheromonen gemacht: Sowohl bei heterosexuellen Frauen als
auch bei homosexuellen Männern werden die gleichen Hirnregionen aktiviert. Bei
heterosexuellen Männern verursachten die Gerüche offensichtlich keine
Reaktionen, obwohl eine Ableitung vom Östrogen im weiblichen Urin dies schon
tat, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist www.newscientist.com .
Der chemische Stoff AND,
abgeleitet vom Hormon Testosteron, der im männlichen Schweiß vorkommt, hat den
Versuchen zufolge den vorderen Hypothalamus und das mediale preoptische Areal
von homosexuellen Männern und heterosexuellen Frauen gleichermaßen angeregt. Die
Forscher um Ivanka Savic vom Karolinska University Hospital glauben, dass diese
Hirnregionen die hormonellen und sensorischen Signalstoffe sozusagen als
Leitmotiv für das sexuelle Verhalten nutzen. Die Wissenschaftler haben eine
Verbindung zwischen Hirnfunktion und sexueller Orientierung gefunden. Allerdings
ist nach Aussagen von Savic das Ursache-Wirkungs-Prinzip weiterhin unklar.
Das schwedische Forscherteam
hatte bei den Untersuchungen auch nach anderen eventuellen Änderungen im Hirn
gesucht. Anatomische Besonderheiten konnten sie bei den rund 40 Probanden aber
nicht ausfindig machen. Den Probanden wurden verschiedene Gerüche zum Testen
gegeben. Darunter waren der chemische Stoff EST (ein abgeleitetes Östrogen),
Lavendelöl, Zedernöl, Eugenol und Butanol. "Die Aktivierung der Hirnareale
machte deutlich, dass kognitive Prozesse dabei keine Rolle spielten", so die
Forscherin. Klar wurde durch die Untersuchung mit Magnetresonanz- und
Positronen-Emissions-Tomografie, dass verschiedene Stoffe verschiedene Regionen
im Hirn aktivierten. Der chemische Stoff EST wirkte zum Beispiel bei
heterosexuellen Männern auf die gleichen Areale wie AND bei homosexuellen. Die
Forscherin arbeitet zurzeit an einer Studie, die die Wirkung von Gerüchen bei
homosexuellen Frauen untersucht. |