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| Alternatives Denken - von Albert Metzler |
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Alternatives Denken –
Vom fremden Chaos zu eigener Struktur
Neuerscheinung bei BusinessVillage
Von
Albert Metzler, Management Institute SECS
Der Mensch der Moderne ist weitaus komplexeren und psychisch
existenzielleren Fragen ausgesetzt als seine Vorfahren. Seit Sigmund Freud
bestimmt auch ein „Unterbewusstsein“ sein Handeln, seit C.G. Jung lässt sich
Handeln auf „Archetypen“ zurück führen, der Dekonstruktivismus zergliederte die
Sprache und die Schrift, um neue Inhalte zu entdecken, die dem Schreibenden und
Sprechenden durchaus verborgen geblieben waren, und schließlich wies Jean
Baudrillard darauf hin, dass die Umwelt und das Denken jedes Menschen von
„Simulakren“ bestimmt sei. Nur diese wenigen Beispiele weisen nach, dass die
Geschichte der Philosophie und Psychologie der letzten 120 Jahre vor allem eine
Geschichte von Infragestellungen ist.
Negativ gefasst könnten all diese Infragestellungen zu der
Ansicht verführen, der Mensch sei ausschließlich ein Sklave äußerer oder von
außen bestimmter Motivationen. Der „freie Wille“ – Kennzeichen der Entwicklung
zu einem demokratischen Gemeinschaftsverständnis in Europa in genau den 150
Jahren vor den Infragestellungen – wäre dann nichts als eine naive Idee
vergangener Zeiten, Entscheiden und Handeln hintergründige, unverständliche und
fast „Sinn“-lose Bewegungen.
Selten machen sich Bücher daran, genau diese verwirrenden
Zergliederungsprozesse der Moderne im Gegenteil zu einer Antriebskraft
umzudeuten, die der Gesellschaft und dem einzelnen Menschen für ein weiteres
Fortschreiten von Nutzen sein kann. Noch seltener gibt es Bücher, die solche
Prozesse unmittelbar in eine erfolgreiche Praxis des Selbst-Coachings vermitteln
wollen. Das Modell des Alternativen Denkens ist so eine Seltenheit. Alternativ
Denken bedeutet nämlich nichts anderes, als das Infragestellen zum Prinzip des
persönlichen Erfolges zu machen.
Das Modell des Alternativen Denkens geht davon aus, dass
jeder Mensch in seinem Innern nach dem ihm ganz individuell angemessenen Dasein
strebt, dass jeder Mensch seine eigene Struktur finden sollte, um in dem ihn
umgebenden Chaos aus Meinungen, Zwängen, Eindrücken und Regeln als
Persönlichkeit bestehen und erfolgreich sein zu können.
Was bewegt mich zum Handeln? Welchen Einflüssen
bin ich ausgesetzt, die meiner Individualität vollkommen widersprechen? Wann
passe ich mich an, ohne mich zu verbiegen? Wann ist Anpassung schädlich für mich
und schließlich in ihren Auswirkungen auf meine Umwelt? – Das sind nur einige
der Fragen, die einen ehrlichen Selbst-Coachingprozess nach dem Modell des
Alternativen Denkens begleiten.
Alternatives Denken bewegt sich damit auf der Schnittstelle
zwischen Philosophie, Psychologie, dem modernen Alltags- und Berufsleben sowie
dem engagierten Management. Praxisnah und leicht verständlich und doch auch in
einer anregenden, charismatischen Schreibweise führt „Alternatives Denken – Vom
fremden Chaos zu eigener Struktur“ auf einen Weg, den schon die Denker der
Antike beschritten haben und den zuletzt der französische Philosoph Michel
Foucault – ebenfalls aus den Erkenntnissen der Moderne heraus, aber ohne Wirkung
über philosophische Kreise hinaus – wieder ebnete: den Weg einer neuen
Lebenskunst, die dem Einzelnen zu freiem Denken und individuell beglückendem
Erfolg verhilft.
Das
Selbst-Coaching nach dem Modell des Alternativen Denkens erneuert hier also auf
modernste Weise eine Tradition. Wenn es die angestrebte Breitenwirksamkeit
erreicht, kann es nicht nur das Leben Einzelner, die sich auf positive Weise
ehrgeizig zu einem Selbst-Coaching entschließen, verändern, sondern auch
Wirkungen in größeren Zusammenhängen, beispielsweise in Unternehmen,
erzielen.
Noch einmal
zusammengefasst beschreibt Alternatives Denken nämlich die Alternative zu den
chaotischen Denkprozessen, denen der Mensch, wenn er nicht reflektiert,
ausgesetzt ist: Alternatives Denken ist ein bewusst gesteuerter Prozess, in dem
die mentalen Einstellungen und vorgeprägten Muster überprüft und umstrukturiert
werden können, die für die Entwicklung von Alternativen und für das Design
unserer Entscheidungen zuständig sind. Solche Überprüfungen und
Umstrukturierungen führen dann zu Verständnis, Einfühlungsvermögen,
Selbstbewusstsein, ungezwungener Kreativität und Entscheidungsfestigkeit.
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