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Wellness- und Hautpflegetipps für die kalte Jahreszeit
Winterpflege
© Wellness-Hotel Hubertus

Die Kälte im deutschen Winter geht oft „bis an die Knochen“. Während wir warm eingepackt in dicke Mäntel, Schals, Stiefel und Mützen durch die verschneite Landschaft oder den City-Matsch stapfen oder über sonnige Hänge mit unseren Ski und Boards wedeln, kann uns die Kälte wenig anhaben. Die Haut – speziell im Gesicht – ist jedoch Wind und Wetter ausgesetzt und gerade im Winter sehr empfindlich. Wie die Haut optimal gepflegt werden kann und wir den Winter möglichst gut überstehen, hat Wellness-Experte und Heilpraktiker Peter Graule zusammengefasst.

Der Winter-Blues geht unter die Haut und die Witterung strapaziert sie. Mit regelmäßiger Pflege, die auf den Hauttyp abgestimmt ist und der Haut Feuchtigkeit und Nährstoffe spendet, kann der Winter keinen Schaden anrichten. Positiver Nebeneffekt: Eine regelmäßige Pflege der Haut heißt auch „Zeit für mich selbst nehmen“ und kann bei Winter-Trübsal helfen.

Gestresste Haut im Winter

Mit sinkenden Temperaturen kommt es zu einer Veränderung unseres Hautbildes. Die schützende Hülle unseres örpers wird trockener, fettärmer und empfindlicher, weildie natürliche Talgproduktion bei einer Temperatur von 8 Grad Celsius zum Erliegen kommt,die Blutgefäße sich zum Schutz vor Wärmeverlusten verengen; die Haut produziert dadurch weniger Schweiß und Talg.

die Luftfeuchtigkeit der Außenluft bei Kälte abnimmt; in den Innenräumen sorgt die Heizung für eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Je trockener die Umgebungsluft, desto mehr Feuchtigkeit gibt die Haut ab.

Jeder reagiert anders auf den Winter. Der eine freut sich auf den Schnee für das sportliche Vergnügen oder lange Spaziergänge, der andere möchte sich am liebsten verkriechen oder entflieht in die Sonne. So reagiert auch jedes Hautbild anders auf die winterliche Jahreszeit.

Trockene Haut

leidet oft noch mehr unter Spannungsgefühlen. Sie neigt zu Rötungen und Irritationen, ist stellenweise schuppig und spannt nach der Reinigung. Die Hautstruktur ist zart mit feinem Porenbild und neigt zur Faltenbildung. Hier helfen durchblutungsfördernde Massagen mit rückfettenden Cremes, die lipidreiche Öle wie z.B. Avocadoöl, Weizenkeimöl oder Mandelöl enthalten oder man verwendet die Öle direkt. Regenerierende Ampullen oder Samenölkapseln geben ihr die nötigen Feuchtigkeitsdepots.

Fettige Haut

neigt im Winter vermehrt zu Unreinheiten. Sie ist meist an den Wangen geschmeidig, weist einen leichten Ölglanz in der mittleren Gesichtspartie auf und ist eher grobporig. Auch bilden sich Komedonen, mit Talg gefüllte Hautporen. Hier sollte die Reinigung regelmäßig erfolgen, am besten von einer kosmetischen Fachkraft. Peelings aus Fruchtsäurekonzentrat und intensive Pflegemasken können die Unreinheiten beheben und das Hautbild klären.

Couperose

ist ein Hautbild, das unter der dünnen obersten Hautschicht Äderchen durchschimmern lässt. Dieses Hautbild muss im Winter besonders geschützt werden und benötigt eine Pflege mit einem besonders geringen Wassergehalt; Wasser-in-Öl-Emulsionen sind hier bestens geeignet. Nachtkerzenöl und Wildrosenöl sind hervorragend durch ihre essentiellen Fettsäuren zur Pflege dieser empfindlichen Haut geeignet.

Sonne und Kälte

Wer sich viel an der Sonne bewegt, z.B. beim Wintersport oder Spaziergängen, sollte unbedingt einen hohen Lichtschutzfaktor über die Tagespflege geben, da die UV-Strahlung im Winter die Reflektion des Schnees oder in extremen Höhen besonders hoch ist und unsere Haut durch die Kälte ohnehin einem hohen Reiz ausgesetzt ist.

Besondere Aufmerksamkeit sollte jetzt vor allem den Lippen und Händen gewidmet werden. Nährende Packungen und fettreiche Produkte – für die Lippen am besten mit UV-Schutz – gleichen hier den stark beeinträchtigten natürlichen Hydrolipidfilm auf der Haut aus.

Winterblues

Gegen den Winterblues helfen warme Bäder, Massagen, Wärmekompressen oder Sauna-Besuche. Wärme weitet die Gefäße, kurbelt die Durchblutung an und lässt die Kälte aus dem Körper weichen. Wechselbäder sind nicht nur gut für die Haut, sie stärken auch das Immunsystem. Auch regelmäßige Spaziergänge an der Sonne oder Sonnenbäder können vor Winter-Depressionen schützen.

Wer dem Winter in Deutschland den Rücken kehrt und für ein paar Tage in die Sonne fliegt muss nun besonders auf seine Haut achten, die auf extreme Klimaveränderungen empfindlich reagieren kann. Am besten nicht gleich extrem lange Sonnenbäder nehmen, sondern der Haut Zeit lassen, sich an die Veränderung zu gewöhnen. Die Pflegeprodukte sollten einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor haben, damit die Haut geschützt ist. Auch bei der Rückkehr sollte die Haut wieder langsam an die Klimaveränderung gewöhnt werden und nicht gleich über Stunden der Kälte ausgesetzt sein. Sinnvoll ist auch ein Besuch im Kosmetik-Studio, um die Haut nach all diesen Strapazen gut zu reinigen und intensiv zu pflegen. Die meisten Kosmetikbehandlungen gehen ja auch mit einer Massage einher, die nicht nur unserem Körper gut tut, sondern den Urlaub noch ein wenig verlängert.

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