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Tattoo in Japan |
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Haut Kunst Tattoo in Japan
Die Tätowierkunst ist so alt wie die Menschheit selbst. Das japanische Tattoo, Irezumi, Horimono oder Ganzkörpertattoo, hat eine lange Tradition und überrascht immer wieder mit erstaunlichen und spektakulären Darstellungen – hautnahe Enthüllungen der besonderen Art.
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<Tintenstichelei Die ersten Tätowierer waren Holzschnittkünstler. Ab 1720 trug die Brandmarkung Krimineller dazu bei, dass Tätowierung als stigmatisierend empfunden wurde und verpönt war. Tattoos gelten seitdem als Kennzeichen der Zugehörigkeit zur Unterwelt (Yakuza). Trotz westlicher Einflüsse blieb die Tätowierung in Japan bis zum Ende des 20. Jahrhunderts subkulturelle Kunst. Erst in jüngster Zeit präsentiert sich die japanische Tattoo-Szene als fantasievolle Spielwiese, offen für traditionelle und moderne Ikonographie gleichermaßen. Seit den 1990er Jahren entwickelte sich ein weltweiter Tattoo-Boom, der die Tätowierung in Japan sozial akzeptabler machte und zu neuen Motivtrends führte: Steißbein-Tattoo („Arschgeweih“), Tribal-, Geek-, Nerdcore-, New-Skool-, Old-Style. Vor allem amerikanische Tätowierkunst (etwa Sailor Jerry) beeinflusste japanische Tätowierer stark – von Manga bis Munch und Punk, Tradition und Mainstream, alles ist möglich.
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Verborgene Bilderwelt Irezumis und andere großflächige Hautmalerei entstehen mit viel Geduld und Kunstfertigkeit im Verborgenen – und sie bleiben in der Regel verborgen. Beeindruckende Ganzkörpertattoos sind in Japan bei traditionellen Festlichkeiten öffentlich zu sehen, auch auf Tattoo-Treffen (Conventions). Nur in eingeweihten Kreisen ist bekannt, wer welches Tattoo unter dem Designeranzug oder der Alltagskleidung trägt.
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Zahlreiche Meisterwerke von Tebori-Künstlern wie Horitoku sowie Horiyoshi III, Horimyo, Horiyasu und Horikazuwaka belegen die manuelle Präzision und Erfindungsgabe, die einzigartige Ästhetik und Eleganz japanischer Tätowierkunst. Heute gibt es in Japan wie im Westen auch Street-Studios für die Laufkundschaft.
Das großformatige Buch ist in vier Kapitel gegliedert: Tokyo, Chubu (Region zwischen Tokyo und Kyoto), Kyoto und Osaka. Dort werden Tattoos unterschiedlicher Stile und Trends produziert, von klassisch konservativ bis exzentrisch und extrem. Texte zur Geschichte und über die Hintergründe des Tätowierens sowie Interviews mit den großen Meistern bieten spannende Einblicke in die Arbeit und das Leben der Tattoo-Szene in Japan.
Eberhard J. Wormer
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Tattoo in Japan Manami Okazaki (Hrsg.), Martin Hladik (Fotograf), John Harte (Fotograf), Geoff Johnson (Fotograf), Tommy Oshima (Fotograf), Gabriele Turner (Übersetzer),
Hardcover, 320 Seiten, 250 farbige Abbildungen, 24,5 x 31,5 cm, € 89,00 edition reuss 2008, ISBN 978-3-934020-64-1 Zweisprachig (Deutsch, Englisch)
www.tattoo-in-japan.com |
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