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Jetzt flirten! Der Frühling macht Stimmen erotisch
Liebesgeflüster
© stimme.at / Foto: Christian Schneider
Der Frühling macht Liebesgeflüster noch erotischer

Wenn Frühlingsgefühle hochkommen, werden Stimmen anders wahrgenommen. Diesem Phänomen begegnen Stimmtrainer derzeit in zahlreichen Seminaren, denn die Seminarteilnehmer verwenden zum Beschreiben anderer Stimmen gehäuft Prädikate wie „anziehend“, „erotisch“ oder „sexy“. Die Initiatoren von stimme.at, Ingrid Amon und Arno Fischbacher und ihre Stimm- und Sprechtrainer-Kollegen, nahmen dies zum Anlass bei den Erotik-Experten Prof. Dr. Gerti Senger und Prof. Dr. Rotraud Perner nachzufragen, wie es um die Erotik der Stimmen im Frühling steht.

 

Schlagen sich die so genannten „Frühlingsgefühle“ auch in dem Klang unserer Stimme nieder? Liegt im Frühjahr mehr Erotik in der (Stimm-)Luft? Die bekannte österreichische Sexualtherapeutin Dr. Gerti Senger meint, es liegt im Frühling eindeutig mehr Erotik in der Stimme. Wobei laut Senger nicht klar ist, ob Stimmen wirklich anders klingen oder wir sie nur anders empfinden wollen: „Ich könnte mir vorstellen, dass durch die allgemeine Aufbruchstimmung im Frühjahr die Stimmen einen stärkeren Aufforderungscharakter bekommen. Das `Wie geht´s` kann wie immer ganz automatisch klingen oder es kann –  anders betont – auch eine Einladung sein und einen Flirt-Inhalt haben“, so Senger. Sowohl Senger als auch Perner glauben, dass sich die Aufmerksamkeit in Bezug auf stimmliche erotische Signale im Frühling verändert. Im Frühling wird also mehr „hingehört“ und auf den Klang einer Stimme geachtet.

 

Gibt es denn überhaupt einen direkten Zusammenhang zwischen Stimme und Erotik? Was macht eine Stimme besonders erotisch, wann nehmen wir eine Stimme als erotisch wahr? Dr. Rotraud Perner meint, dass, ähnlich dem Balzverhalten im Tierreich, unsere Stimme sich in erotischen Momenten verändert: „In Bezug auf Sexualität ist es sehr wesentlich, wie die Stimme klingt, weil sich die Stimme bei sexueller Erregung ja verändert. Sie wird tiefer und gutturaler.“ Wenn Stimmen in erotischen Momenten tiefer werden, ließe das den Umkehrschluss zu, dass tiefere Stimmen erotischer wirken. Perner dazu: „Wenn jemand von Natur aus eine tiefe Stimme hat, braucht er oder sie sich nicht wundern, wenn öfter dieses Reiz-Reaktions-Schema abläuft“.

Doch keine Angst, die Stimme an sich ist nichts unveränderbar Fixes oder Starres. Perner und Senger sind sich sicher, dass man an seiner Stimme arbeiten kann: damit diese erotischer klingt! „Die Bedeutung der Stimme kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, weiß auch Arno Fischbacher, Stimmtrainer und Initiator des Netzwerkes „stimme.at“, „rund 40 % unseres ersten Eindrucks von einer Person hängen von deren Stimme ab. Damit ist die Stimme natürlich insbesondere bei der Partnerwahl von entscheidender Bedeutung.“

 

Heißt das, Menschen mit dünner und wenig ausdrucksstarker Stimme sind im Flirt für immer ohne Chance? „Nein, es gibt Mittel und Wege!“, Stimmtrainer Fischbacher kennt den erprobten Weg zur ausdrucksvolleren Stimme. Das setzt allerdings voraus, das man in einem ersten Schritt unter fachlichen Coaching die eigene Stimme erstmal richtig kennenlernt, um danach an der Stimme zu arbeiten und das persönliche Stimm-Potenzial auch wirklich auszuschöpfen. „Jeder kann seine Stimme formen und entwickeln, wenn er sie einmal bewusst entdeckt hat“, so Fischbacher.


Dr. Gerti Senger
© stimme.at
Dr. Gerti Senger


Auch Dr. Gerti Senger vertritt die gleiche Anschauung: „Die Stimme ist formbar, ist zu beeinflussen. Aber erst wenn ich weiß, wie meine Stimme klingt, kann ich beginnen sie zu trainieren, einen gewissen `Wohllaut` mir zu erarbeiten.“

 

Stimme als Erfolgsfaktor im Beruf

Die Stimme ist jedoch nicht nur bei der Partnerwahl entscheidend. Im alltäglichen, beruflichen Kontakt entscheidet oft bereits der erste Eindruck der Stimme und nicht etwa der tatsächliche Inhalt des Gespräches über Sympathie, und damit über die Qualität des Geschäftskontaktes und den Geschäftserfolg. Immer mehr Unternehmen schulen deshalb ihre Mitarbeiter in Stimmseminaren. Zum einen, um deren eigene Sicherheit zu stärken, zum anderen um ihr Auftreten zu verbessern. Viel wichtiger noch ist aber der zweite Aspekt: Der Faktor der Sympathie, denn eine wohlklingende Stimme stärkt die persönliche Wirkung auf andere.  

 

Erotische Stimmen berühren Seele und Körper

Dünne Stimmlagen werden von uns automatisch nicht nur als wenig kompetent eingestuft. Weniger seriös oder vertrauenswürdig klingen sie in unseren Ohren überdies. Offenbar empfinden wir sie auch noch als unerotisch. Werden bei Frauen besonders die wohl modulierten mittleren Tonlagen als angenehm und damit erotisch empfunden, sind es bei Männern besonders die tieferen Stimmlagen. Doch wann spricht man überhaupt von einer „erotischen“ Stimme? Senger: „Wahrscheinlich spricht man dann von einer erotischen Stimme, wenn sie wohl tut. Man will ja von etwas was unangenehm, laut, schrill, quiekend oder ähnliches ist flüchten, was bedeutet, dass man nicht zuhört. Wohltuend bedeutet gleichermaßen erotisch, denn die Stimme berührt ja, auch physisch.“

Genau hier setzt das Coaching- und Seminarsystem der Coaches und Trainer von stimme.at an. Arno Fischbacher: „Es sind interessanter Weise weitgehend die selben Eigenschaften, die eine Stimme sexy wirken lassen und die Erfolg im Beruf bescheren. Eine dunkle oder volle Stimme wird eher als sexy empfunden. Warum? Weil der Klang der Stimme Nähe und Vertrauen vermittelt!“ 

 

Homepage:
www.stimme.at

 

 


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