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Große Mengen von Stresshormonen wirken
betäubend
Wissenschafter
der Johns Hopkins University www.jhu.edu haben nachgewiesen, dass das Erhalten
einer schlechten Nachricht einem Menschen wirklich "das Herz brechen" kann.
Betroffene leiden unter tagelangen Schüben von Adrenalin und anderen
Stresshormonen, die das Herz betäuben. Laut der im New England Journal of
Medicine http://content.nejm.org veröffentlichten Studie können diese Symptome
fälschlicherweise für einen Herzanfall gehalten werden. Diese gebrochenen Herzen
heilen jedoch. Der durch den Stress hervorgerufene Schaden ist vorübergehend und
hält laut BBC meist nur einige Wochen an.
Die Forscher
untersuchten 19 Patienten, die mit herzanfallähnlichen Symptomen ins Krankenhaus
eingewiesen wurden. Dabei handelte es sich um Schmerzen im Brustbereich,
Flüssigkeitsansammlungen in den Lungen, Kurzatmigkeit und Herzversagen. Bei der
Untersuchung der überwiegend älteren Frauen konnten keine Blockierungen der zum
Herzen führenden Arterien oder andere klinische Symptome eines Herzanfalls
diagnostiziert werden. Bei der weiteren Untersuchung zeigte sich, dass die
Betroffenen über große Mengen von Stresshormonen im Blut verfügten. Besonders
hoch waren die Adrenalin- und Noradrenalinwerte.
Diese Werte
waren zwischen sieben und 34 Mal so hoch wie bei einer Gruppe von untersuchten
Herzanfallpatienten. Stresshormone können das Herz vergiften und es so laut den
Wissenschaftern tatsächlich betäuben. Die gestressten Patienten verfügten
zusätzlich über erhöhte Werte des Herzhormons Brain Natriuretic Peptide (BNP),
das anzeigt, dass das Herz schwerer arbeitet als normal. Echokardiogramme und
Elektrokardiogramme zeigten zusätzlich ein charakteristisches Muster, das sich
von den Ergebnissen nach einem Herzanfall deutlich unterschied.
Alle 19
Teilnehmer hatten einige Stunden vor dem Einsetzen der Symptome einen schweren
emotionalen Schock erlitten. Rund die Hälfte hatte vom Tod ihres Partners oder
eines Verwandten erfahren. Andere Auslöser waren ein bewaffneter Raubüberfall,
ein Auftreten in der Öffentlichkeit und eine Aussage vor Gericht sowie
Überraschungsparties. Die Patienten erholten sich jedoch rasch und wiesen nach
zwei Wochen keine Symptome mehr auf. MRI-Scans bestätigten in der Folge, dass
keiner der Betroffenen einen irreversiblen Muskelschaden erlitten
hatte. |