Beim Flirt im Netz darf das sprachliche Niveau
nicht zu kurz kommen. Ob alte oder neue Rechtschreibung: Für rund 90 Prozent der
Singles sind stümperhafte oder mit Fehlern gespickte Mails ein echter
Liebestöter. Das ergab eine Umfrage der Online-Partneragentur PARSHIP.de
(780.000 Mitglieder).
Da heißt es Dudenwälzen, denn nur 10
Prozent der knapp 500 befragten Singles tolerieren orthographisch verhunzte
Liebesbotschaften. Schönschreiber haben beim Flirten im Netz allerdings gute
Karten, denn 35 Prozent der befragten Singles finden Rechtschreibung und
Kommasetzung im E-Mail-Flirt sehr wichtig.
Fehler ließen schließlich auf
mangelndes Niveau schließen. 16 Prozent der Singles stufen fehlerhafte Mails
schlicht als unhöflich – und somit unverzeihlich – ein. Ein bisschen Herz sollte
in jeder Formulierung stecken – und eben auch in der Rechtschreibung.
Vor allem kommt es den Online-Singles aber auf den Charakter und somit
die Inhalte einer Mail an: Etwa 38 Prozent stoßen Fehler zwar übel auf – sie
geben sich aber tolerant: Wenn alles andere am Gegenüber stimmt, sind sie
bereit, über den einen oder anderen Patzer hinwegzusehen.
„Bei Flirt und
erstem Kennenlernen im Netz ist es natürlich wichtig, dass man sich schriftlich
gut ausdrücken kann – Bits übertragen eben kein Charisma“, findet auch
PARSHIP-Expertin Sabine Wery v. Limont. „Man sollte dem Gegenüber das Gefühl
geben, dass man die Botschaft nicht mal eben ‚hingehackt’ hat. Da hilft es
schon, den Text vor dem Absenden noch mal gründlich zu lesen, ihn von einem
Rechtschreibprogramm oder von einer/m guten Bekannten prüfen zu lassen.“