Die Galerie Simon Arts + Crafts in Wien zeigte Arbeiten des Newcomers Anthony
Gayton Engel und Sünder - die fotografische Männerwelt des Anthony
Gayton steckt voller überbordender Fantasie und Kontraste.
Eines eint seine Fotos aber stets: Der
romantisch-liebevolle Blick auf seine Models und die detailverliebte
Verspieltheit seiner Werke.
Vita Anthony Gayton wurde im Jahr 1968 in England geboren
und begann im Alter von 16 Jahren mit dem Fotografieren, wobei ihm Freunde und
Familienmitglieder als Fotomodelle dienten. Später studierte er Fotografie an
der Universität von Westminster in London und erhielt das Agfa-Stipendium, mit
dem er sein Studium 1990 mit dem Grad des Baccalaureus, Note “mit Auszeichnung”,
beendete.Nach mehreren gemeinsamen Ausstellungen in London zog er nach Wien (1993) und
begann, Andreas H. Bitesnich zu assistieren.
Erst 1998 begann er wieder selbst
mit dem Fotografieren. Nach fast zehn Jahren Abstinenz widmete er sich den
Themen, die ihn schon in der Vergangenheit interessiert hatten. Die unverhohlene
Homoerotik seiner Aufnahmen war dabei die einzige grundlegende Stiländerung. Von
Anfang an wurde sein Schaffen von Mythen, Märchen und der frühen Fotografie
inspiriert, und dieses Erzählen von Geschichten mit den Mitteln der Fotografie
ist auch in seinen jüngeren Arbeiten deutlich zu sehen. Daraus hat sich bei A.
Gayton leise der Ehrgeiz entwickelt, Bilder, Geschichten und Modeserien zu
entwickeln, die in der Geschichte der homosexuellen (Sub-) Kultur ihre Wurzeln
haben. Manche sind typisch für die “Szene”, andere ikonenhaft, aber fast alle
Arbeiten sind von homosexuellen Künstlern inspiriert, die erst kürzlich mit
ihrer Neigung erstmalig oder erneut aus dem Schatten der Verleugnung oder
Unterdrückung getreten sind.