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© Anthony Gayton |
| Anthony Gayton - Garden of Eden |
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Adam und Eva
verkörpern eine so große Vielzahl an Dingen: den Ursprung, das Paradies, die
Schlange, den Apfel, die Strafe, aber auch die fleischliche Sünde. All diese
Aspekte könnten das Wesentliche verschleiern: Den Ursprung des Unterschieds.
Zwei einzigartige, ganz und gar verschiedene Wesen, die nebeneinander geschaffen
wurden und in der Glückseligkeit des Ursprungs den Blick auf den Anderen
richten. Dieser Blick wird durch die Unkenntnis des Unterschieds, die ihnen
innewohnt, durch die Leichtigkeit, die Sorglosigkeit und die Abwesenheit von
allzu schwer ertragbaren Wahrheiten erst ermöglicht.
Verlockt durch
das "absolute Wissen", das die "absolute Macht" bringt, finden sich die beiden
plötzlich, von der Wahrheit erdrückt, allein wieder. Nun schmiegen sich die
beiden nicht mehr in einer trauten Zweisamkeit aneinander, sondern stehen sich
von Angesicht zu Angesicht gegenüber, in ihrer unerträglichen
Unterschiedlichkeit. Hier beginnt das schwierige Akzeptieren des anderen, die
allmähliche Wiederannäherung und die mit ihr verbundene, unausweichliche
Zähmung.
Unabhängig der
religiösen Überzeugungen stellt die Erzählung von Adam und Eva zweifellos eines
der wichtigsten Gründungsmythen der Menschheit dar, die wiederum ständig ihren
Ursprung sucht. Obwohl die Wissenschaft die Grenzen des Unerklärlichen immer
weiter zurücksetzt, ist diese Grenze wie eine Linie des Horizonts. Sie schafft
immer eine Distanz: der Wirkungsraum der Philosophen. Hier beginnt das Universum
des Mysteriums.
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© Claude Buri |
| Claude Buri - Das Kommen Liliths |
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Mythen beschreiben
Mysterien durch Symbole, die eine Brücke zwischen unserer normierten Welt und
der utopischen, außerhalb der Zeit befindlichen Welt schlagen sollen. Das Mythos
ist keine Fabel oder ein Märchen. Immer sind eine Realität, eine Wahrheit ihr
Ursprung. Die Fiktion die es umgibt, dient nur der Veranschaulichung einer allzu
zerbrechlichen, fragmentarischen Wahrheit. Diese lebendige Imagination die ihr
innewohnt ist nichts anderes als eine sichtbare Spur des Unvollendeten, des
Unfertigen und Unsichtbaren.
Hinzu kommt die Polemik zwischen den Wörtern und den
Bildern. Ihnen wird angelastet, sie seien zu vergänglich und totalitär. Als ob
man die Freiheit des Verstehens des Mysteriums berauben wollte. Dies ist
manchmal der Fall. Einige Religionen verbieten mythische Abbilder. Dies aber ist
die Berufung des Künstlers: Die Illustration des Imaginären durch Symbole, das
sich mit der gewaltigen Wirklichkeit vereint.
Der Ursprung unserer tiefsten Ängste findet sich in
diesem Bild von den sich gegenüber stehenden Adam und Eva wieder. Der Weg der
Wahrheit ist der Grad zwischen dem Akzeptieren des Anderen und seiner
Verschiedenheit, und der Verweigerung des Unerträglichen. Das Engagement des
Künstlers stellt sich der Gleichgültigkeit entgegen, die keinerlei Unterschiede
zulässt und dem Unerträglichen Raum lässt. Der Künstler ist der, der sich in
diesem Paradoxon Freiheit verschafft. Der Künstler hilft uns dabei, im Dickicht
unserer menschlichen Natur eine Furche zu
schlagen.
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© Nadia Kever |
| Nadia Kever - Eve devient un autre Adam |
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Die Ausstellung
findet vom 27.10.2004. bis 26.11.2004 statt.
Vernissage :
Montag 25. Oktober 2004 ab 19.00 Uhr
Eintritt
frei!
GALERIE SIMON
ARTS+CRAFTS
Palais Esterházy - Wallnerstrasse
4
A - 1010
Wien
T +43 1 532 94
40
www.SimonArtsCrafts.com
Öffnungszeiten
Montag - Freitag: 13 -19 Uhr, Donnerstag: -21
Uhr Samstag - Sonntag: geschlossen
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