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© Dope Noir (Soulfood Music) |
| Waldeck - Ballroom Stories |
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Der Wiener Musiker und Kultproduzent
Klaus Waldeck ist immer wieder gut für Überraschungen: Mit seinem neuen
Album "Ballroom Stories" entführt er uns in die längst
vergangene Zeit der Tanz-Salons der 20er und 30er Jahre.
„Zu dieser Zeit gab es eine
besondere Lebenslust – und ich denke, dass sie unserer heutigen Zeit gar nicht
so unähnlich war. Es herrschte eine gewisse Vergnügungssucht – es war auch eine
Zeit, in der Frauen erstmals solo ausgingen und mit ihren ewig langen
Zigarettenspitzen auf ihr neues Selbstbewußtsein
hinwiesen.“
Waldeck geht es aber nicht darum,
diesen alten Sound zu kopieren. "Wenn wir von dieser Musik sprechen, denkt jeder
an alte Grammophone & Schellackplatten und daran, wie sie geklungen haben.
Wir interpretieren allerdings den verstaubten Klang der Platten in die damalige
Zeit hinein, obwohl live aufgeführte Musik, damals ja gar nicht so geklungen
hat. Die Assoziationen haben sich gewissermaßen verselbständigt; erst mit dem
Grammophonklang wird die Zeitreise möglich. Der Künstler versucht also nicht den
tatsächlichen Klang dieser Zeit zu reproduzieren, sondern seiner Musik die alte
Grammophon-Ästhetik und die damit verbundenen Assoziationen einzuimpfen.
Musikalisch umwandert das neue Album
geographisch Jamaika mit seinen Off-Beat-Stilen, bis hin zu New Orleans und
seinem Swing. Um das umzusetzen, hat sich Waldeck eine neue Stimme gesucht. Mit
der Sängerin "Zeebee" aus Vorarlberg hat er eine sehr gelungene Wahl getroffen,
zumal sie als Solo-Künstlerin mit ihrem "Betty-Boop"-Stil schon öfters auf sich
aufmerksam machen konnte. Mit dabei sind auch die langjährigen Weggefährten
Brian Amos und Joy Malcolm (bekannt unter anderem als Sängerin der britischen
Formation Incognito); letztere übrigens die Stimme aus dem Opener „Make my Day“,
den Mercedes für seine Formel 1 TV Kampagne mit Weltmeister Fernando Alonso
außerwählt hat. Die wichtigste „Nebenrolle“ in Ballroom Stories spielt die
Klarinette, die für Waldeck wie kein anderes Instrument, den Geist dieser Epoche
transportiert.
Ganz kann Waldeck
freilich seine musikalischen Wurzeln des Dubs, die auch seine beiden
Vorgängeralben prägten, nicht verleugnen. Immer wieder taucht eine Prise
Dubgroove & Reggae in den Songs auf – und das ist gut so.
Homepage:
www.waldeck.at
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