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Rodrigo Leão - Cinema |
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1995 war sie die berühmteste Band Portugals. Und als Madredeus mit ihrem Soundtrack zum Wim Wenders-Film "Lisbon Story" gerade den internationalen Durchbruch geschafft hatte, verließ Rodrigo Leão die Band, die er in den 80er Jahren mitbegründet hatte. Doch seiner Karriere hat dieser Schritt nicht geschadet. Im Gegenteil. Heute gilt Leão als vielseitigster und erfolgreichster Sound-Tüftler, Komponist und Produzent seines Landes. Dabei widmet er sich nicht ausschließlich der traditionellen Fado-Kultur Portugals, sondern kombiniert sie mit elektronischen Pop-Beats und Einflüssen aus Klassik und Ambiente. Heraus kommt stets eine stimmungsvolle Lounge-Musik, in der Rodrigo Leão ganz auf die melancholische Schönheit und Leichtigkeit seiner Melodien setzt.
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© Sony/BMG |
| Rodrigo Leão - Cinema |
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So auch auf seinem sechsten Album "Cinema", das so
vielseitig ist wie die Liste all der Gaststars, die Leão ins Studio geholt hat.
Angefangen von der brasilianischen Sängerin Rosa Passos über Beth Gibbons von
der englischen Rock-Band Portishead bis zum japanischen
Kult-Multi-Instrumentalisten Ryuichi Sakamoto! Mit ihnen hat Rodrigo Leão ein
stimmungsvolles Klang-Kaleidoskop eingespielt, in dem die musikalischen Momente
mit Streichern, Akkordeon und E-Gitarren ausgekostet werden. Mal als
französisches Rock-Chanson, mal mit dem Charme einer Kurt Weill-Ballade oder als
atmosphärische, vom Jazz inspirierte Pop-Hymne.
Es ist ein magisches,
oftmals gedankenversunkenes Wechselspiel aus Instrumentalstücken und Songs, in
denen für Rodrigo Leão "jene Melancholie steckt, die nur jeder kennt, der
einmal das Meer erlebt hat. Diese Musik ist aber auch deshalb so intim, weil sie
meine Beziehungen zu anderen Menschen, zu meinen Freunden, zu meiner Welt
ausdrückt." Als "Cinema" in Portugal veröffentlicht wurde und sofort die
Charts eroberte, wurde das Album als "Original-Soundtrack von unserem Leben"
bezeichnet. Das Leben kann schließlich so vielseitig, überraschend und einfach
so schön sein wie "Cinema".
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