 |
© Traumton Records |
| PATTY MOON - Lost In Your Head |
|
|
 |
|
 |
“the kids alright the dogs are humming in their beautiful river parade how I wish to join their happiness and love for a simple day”
Mit diesem geradezu idyllischen Bild beginnt „Lost In Your Head“, das neue Album von Patty Moon, ihres Zeichens Sängerin, Pianistin und Komponistin, die mit ihrem Kompagnon, dem Multiinstrumentalisten und Produzenten Tobias Schwab, seit nunmehr zehn Jahren Musik macht und die nun ihr zweites gemeinsames Album vorlegen. Die Idylle, die sich auf dem Opener „Under My Wolfskin“, anbahnt, ist natürlich trügerisch, davon kündet schon das nervös flirrende Piano. Bei all der Verträumtheit und Verspieltheit, die die vielschichtig angelegten Kompositionen des Duos ausstrahlen, stecken die Songtexte voller Untiefen und Unwägbarkeiten, Schimären und Dämonen. Patty Moon schreibt ihre Songs intuitiv mit nach innen gerichtetem Blick, durchforstet aufmerksam ihre Seelenlandschaft. Tobias baut diese in wohltemperierte Harmonien getauchten Streifzüge mit obsessiver Detailverliebtheit zu wahren Songskulpturen aus, voller überraschender Wendungen und griffiger Spannungsbögen, mit einer ganzen Palette an Instrumenten von Gitarren, Trompete, Flügelhorn, Melodica und Akkordeon bis hin zum obskuren Geräuschpalast. Im Zentrum steht jedoch immer die traumverloren sanfte und magisch wirkende Stimme von Patty Moon. Ihr im Jahr 2004 erschienenes Debütalbum „Clouds Inside“ war von Kritik und Publikum durchweg positiv, wenn nicht euphorisch aufgenommen worden. Für ihr neues Werk ließen sich Patty und Tobias denkbar viel Zeit. Gewachsen und gereift sind die 13 aus Dutzenden Entwürfen ausgewählten neuen Songs im Verlauf der letzten vier Jahre. Während „Clouds Inside“, das von dem Notwist-Produzenten Mario Thaler im Uphon-Studio in Weilheim abgemischt wurde, noch stark von Electronica geprägt war und die Prämissen von TripHop erfüllte, sind die Songs auf „Lost In Your Head“ eher akustischer Natur und geradezu klassisch instrumentiert, wobei das Faible für bizarre Geräusche und kaum identifizierbare Soundschnipsel weiter kultiviert wurde. Nichtsdestotrotz besticht jeder Song durch ein ganz eigenwilliges Arrangement. Akribisch haben die beiden Künstler ihre Songs, allesamt Homestudiorecordings, Schritt für Schritt, Schicht für Schicht weiterentwickelt. An einigen Songs haben sie monatelang gefeilt. Einzige feste Koordinate neben den beiden Hauptakteuren war, wie schon beim Debüt, Schlagzeuger Daniel Hansmann, ohnehin treuester Mitstreiter der Band. Als weitere Gastmusiker kamen die beiden Cellisten Anselm Geiger und Josephine Hesse hinzu sowie Christian Simon (Flügelhorn, Trompete), der auch schon bei Debüt mit von der Partie war. Mit „Lost In Your Head“ steht das Duo aus Freiburg der melancholischen Seite moderner Avantgardisten wie Radiohead und Kate Bush näher als Acts wie Portishead, Björk und Goldfrapp, mit denen Patty Moon in den letzten Jahren nicht selten verglichen wurde. Die neuen Songs wirken nicht selten schlafwandlerisch. Für ihre Seelenzustände findet Patty Moon wundersame Metaphern, die stärker nachwirken als narrative Wortgeflechte. Krankheit („Best For Me“), Angst („Flapping Monsters“), Schmerz („Hurt“), Tod („Your Murderer“) und Isolation („Starving“) – die Welt der Patty Moon scheint nicht gerade auf Rosen gebettet.. Nichts stillt die Sehnsucht nach innerem Frieden und Gleichgewicht so gut wie ihre Songs.
„Lost In Your Head“ ist ein Album der spürbaren Gegensätze. All die innere Unruhe, die von den Songs ausgeht, wird vom ruhigen Fluss der Melodien besänftigt. Naiv und doch subversiv, luzide und doch ganz rätselhaft, gravitätisch und doch federleicht. Patty Moon inszenieren ihre ätherischen Songs mit Akribie, Liebe und Leidenschaft. Live weiß diese freigeistige Formation als Duo mit Gesang und Piano respektive Gitarre und Laptop ebenso zu begeistern wie als offenes Ensemble, je nach Gelegenheit und Gusto ergänzt um Cello, Schlagzeug und wenn möglich einem Streichquartett.
Homepage der Künstlerin: www.pattymoon.de
Hier sind die Tourdaten um sich von den Live-Qualitäten persönlich zu überzeugen:
24.10.2008 Stuttgart Theaterhaus 27.10.2008 Köln Kulturbunker 28.10.2008 Dresden Societätstheater 29.10.2008 Leipzig Cafe Mule 30.10.2008 Hamburg Grüner Jäger 15.11.2008 Emmendingen Schlosskeller 22.11.2008 Lahr Schlachthof 06.12.2008 Rottenburg Theater am Torbogen Änderungen vorbehalten!
|