 |
 |
Carla Bruni - Comme si de rien n’était |
|
 |
 |
© Label: Naive / Vertrieb: Edel |
| Carla Bruni - Comme si de rien n’était |
|
|
 |
|
 |
Zwei Jahre nach der Vertonung einer Sammlung angelsächsischer Gedichte des 19. und 20. Jahrhunderts hat Carla Bruni erneut zur Feder gegriffen, um ein neues Album zu schreiben - das erste seit ihrem triumphalen Debütalbum „Quelqu'un m'a dit" (Jemand hat mir gesagt) im Jahr 2002. Was beim ersten Anhören von Comme si de rien n'était (Als ob nichts gewesen wäre) sofort auffällt, ist die Vielfalt der Musikpalette. Nach zwei Alben mit eher schlichten Folk-Blues-Tönen versucht sich die Sängerin gekonnt an einer farbenfrohen Stilmischung, die von Pop, über etwas Jazz und Flamenco bis zu Bluegrass reicht. Trotzdem erkennt man bei diesen Kompositionen sofort Brunis Stil, denn sie lassen auch diesmal wieder Platz für starke Gefühle. „Seitdem ich mit dem Texten von Liedern begonnen habe, habe ich meine Richtung beibehalten", erklärt die Künstlerin.
Ganz auf einen kleinen Kern von Begleitmusikern konzentriert, die die Titel unter Live-Bedingungen aufgenommen haben (Bass, Schlagzeug, Gitarre, Klavier, Mundharmonika), klingt Comme si de rien n'était fast wie das Album einer Band. Trotz des Gruppenaspektes beim Spielen hinterlässt es einen noch persönlicheren Eindruck als die vorherigen Alben. „Es haben vielleicht mehr Personen teilgenommen, aber dieses Album ist genauso mein Werk wie die anderen auch. Ich habe keineswegs den Eindruck, dass man meine Lieder genommen und geändert hätte", unterstreicht Carla Bruni.
Der Produzent Dominique Blanc-Francard zeichnet für den Ton des Albums verantwortlich und hat die neuen Kompositionen von Carla Bruni mit vielfältigen und einfallsreichen Ideen untermalt.
„In dem Augenblick, in dem mir die Ideen zu meinen Liedern einfallen, kümmere ich mich nur um den Kern, den Körper und nicht um das äußere Gewand", erklärt die Sängerin. Nach der exklusiven Zusammenarbeit mit Louis Bertignac bei ihren ersten beiden Alben greift sie diesmal auf einen neuen Kollegen zurück, dessen Weg sie bereits 2004 bei Tonaufnahmen für ihre Konzerte im Trianon gekreuzt hat.
Zahlreiche Texte des Albums drehen sich um das Gefühl der vergehenden Zeit (Meine Jugend, Verlorene Zeit, die Antilope). Ein melancholischer Unterton, der ein Gegengewicht zur spielerischen Seite des Albums bildet und ihm so ein harmonisches Gleichgewicht verleiht. „Ich bin selbst gleichzeitig düster und verspielt", vertraut sich Carla Bruni offen an. „Ich habe die Freude der Verzweiflung".
|
 |
|