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© Ministry of Sound |
| Knee Deep |
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Am 21. Oktober kommt eure neue „Testament of House” auf
den Markt. Die Platte habt ihr während eurer Asien- und Australientour in einem
extra angemieteten Studio gemixt. In wie fern hat euch der Vibe der Tour bei der
Stückeauswahl beeinflusst?
Knee Deep
Die Stimmung hat uns nicht so sehr beeinflusst, weil wir das Tracklisting schon
im Vorfeld abgeklärt haben. Der Grund warum wir es da abgemischt haben, war eine
Zeitfrage. Die Tour war nämlich schon lange vorher geplant. Und da es plötzlich
auch ein Releasedate für die Platte gab, haben wir sie eben da in einem Studio
gemischt!
Habt ihr in
Asien die Tracks, die jetzt auf der CD zu hören sind, gespielt? Und wenn ja, wie
war die Resonanz auf den Sound?
Knee Deep
Zunächst muss man sagen, dass das nicht das erste Mal war, dass wir da unten
gespielt haben. Wir wussten also, was uns erwartet! Wir fahren sehr gerne dahin,
weil die dortige Clubszene unseren Sound noch als viel neuer empfindet. Vieles
kennen die Leute da unten noch nicht und man hat in den Clubs den Vibe, den man
einst auch hier verspürte, als Vocalhouse durch startete. Die Leute sind dort
noch nicht so verbraucht. Deshalb lieben sie House und wir hatten eigentlich
durchweg gute Partys mit dem Sound, der nun auch auf der Compilation zu hören
ist.
Spornt es euch
an, an eure Musik zu glauben, wenn man solch euphorische Momente genießen
darf?
Knee Deep
Auf der einen Seite schon, denn es ist wunderbar, wenn man drei Wochen am Stück
gute Partys hat und du die Leute mit deinem Sound glücklich machst. Das gibt
einem eine große Bestätigung und macht Lust, weiter zu machen. Auf der anderen
Seite ist man auch immer ein wenig traurig, da man es von Zuhause nicht mehr, in
einem so euphorischen Sinne, kennt. Das soll nicht heißen, dass es hier keine
guten Partys mehr gibt. Aber der Vibe ist hier eben verbrauchter. Da unten kommt
dir alles so vor, wie einst hier. Und der Kontrast ist gut und schade
zugleich!
Auf eurer CD habt
ihr vornehmlich Tracks gewählt, die in Richtung Song gehen und deshalb
nachhaltiger wirken. Wie wichtig ist es euch, Songs auf einem Sampler zu haben,
die nicht nur in dem Moment angesagt sind, in dem sie auf den Markt
kommen?
Knee Deep
Sehr wichtig. Wir wählen ja auch nur Titel aus, die uns entsprechen, die in den
letzten Monaten zu unseren persönlichen Highlights geworden sind. Und das sind
meist Tracks, die nachhaltig wirken. Wir wollen den Leuten mit diesem Mix
unseren aktuellen Geschmack von guter Musik zeigen. Und das funktioniert nicht
mit Titeln, die nur auf einer Compilation sind, um, dank ihres Produzenten,
Käufer anzuziehen. Das ist auch nicht unser Ding. Wir machen nur Sachen, hinter
denen wir 100% stehen.
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Wie
wichtig ist euch der Flow einer Compilation? Auf „Testament of House 3” mischt
ihr ja Vocal-House mit perkussiven Instrumentalstücken und erzeugt so einen
tanzbaren Vibe, der zwei Gesichter hat.
Knee Deep
Eine Compilation zu erstellen ist nicht immer leicht, denn dir fehlt im Studio
das Feedback der Leute. Im Club merkst du, wenn sie mehr das eine oder das
andere wollen und kannst dich demnach in eine Richtung bewegen. Das kennt jeder
DJ. Aber im Studio musst du dich auf dich selbst verlassen können. Wir haben
aber nicht so lange rumprobiert! Wir haben eigentlich alles in einem Rutsch
runtergemixt, weil es alles Titel sind, die wir ohnehin schätzen und
spielen.
Wie wichtig
sind euch Vocalhouse-Tracks, zu denen man mitsingen
kann?
Knee Deep
Nicht besonders. Es ist zwar super, wenn die Leute Stücke so weit kennen, das
sie mitsingen können. Aber das beeinflusst unsere Auswahl nicht. Wir wählen
keine Hits aus, nur weil sie die Leute kennen. So entsteht keine unserer
Compilations.
Wie wichtig
sind euch junge Vocal-House-Produzenten? Sucht ihr bestimmte aus, um sie mit
eurer Compilation zu pushen?
Knee Deep
Auch das ist kein Kriterium für uns. Wir machen eben nur Sachen, auf die wir
stehen. Wir wählen immer nur das aus, was uns gerade gefällt. Und dann passiert
es automatisch, dass alte Helden wie Kerry Chandler auf junge Produzenten
treffen. Denn wenn ein großer Produzent einen guten Hit produziert hat, dann
nehmen wir ihn halt rein. Und wenn unser Geschmack von einem jungen Künstler
getroffen wird, dann auch. Wir machen da keine Unterschiede. Schließlich lieben
wir House.
Das heißt, wer
einmal im Jahr die „Testament of House“ von Knee Deep kauft, der hat euer
ultimatives Statement zur Vocal-Houseszene des letzten Jahres im
CD-Regal?
Knee Deep Im
Prinzip kann man das genau so sehen. Einmal im Jahr geben wir unser
ultimatives Statement ab, wie wir
uns im Bereich House definieren.
Werdet ihr
dieses Statement auch auf einer Clubtour
repräsentieren?
Knee Deep
Ja, auf einer Tour durch Deutschland, Österreich und Schweiz. Es werden so 15
Termine werden. Aber die werden augenblicklich erst akquiriert und wir haben
noch keine genauen Daten, aber die werden rechtzeitig auf unserer Internetseite
zu finden sein. Aber wir werden in jeder Deutschen Großstadt ne Party geben. Und
ich denke das wir so im Oktober und November sein.
Interview:
Michael Leuffen
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