Cristin Claas und ihre beiden Mitmusiker knüpfen beeindruckend mit „Paperskin“ an ihr letztjähriges Album „In The Shadow Of Your Words“ an und werden dem hohen Erwartungshorizont mehr als gerecht.
Klingen die Songs des neuen Album einerseits ausgereifter und kompakter, verliert der „Claas-Sound“ niemals die der Künstlerin so sympathischen, „gewisse“ Leichtigkeit. Cristin Claas und ihre Musiker haben ihren Weg gefunden.
Cristin Claas-Songs entstehen überall. Und manchmal unglaublich schnell. An den nächsten zwei Abenden wird beim Soundcheck aus der Idee ein Song, am dritten Abend kommt dann schon der Testfall auf der Bühne: "Es ist immer spannend zu sehen, wie das Publikum reagiert. Das kann völlig unterschiedlich sein: Manche Songs funktionieren nur live, andere nur im Studio - oder auch nur in einer ganz speziellen Stimmung." Selbst wenn ein Stück die Live-Probe bestanden hat, beginnt der kreative Prozess bei der Aufnahme immer wieder von neuem.
Und das mit großer Experimentierfreude, auch in der Instrumentierung. Keiner klebt an seinem studierten Instrument, es erklingen Glockenspiele, Melodika, arabisch anmutende Darbuka-Trommeln oder ein türkisches Saiteninstrument, das ein anderer Musiker zuvor im Studio vergessen hatte.