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Melody Gardot - Worrisome Heart |
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© Universal Music |
| Melody Gardot - Worrisome Heart |
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Die besten Musiker sind nicht immer diejenigen, die den meisten Lärm machen. Mit ihren gerade einmal 22 Jahren hat die Sängerin und Songschreiberin Melody Gardot bereits erkannt, wie wertvoll Subtilität und Understatement sein können. Beide Elemente tragen dazu bei, dass einem ihr Debütalbum “Worrisome Heart” einerseits irgendwie vertraut vorkommt und andererseits doch außerordentlich überrascht.
Die Songs ihres Albums “Worrisome Heart” sprechen für sich selbst. Das Titelstück ist ein langsam dahinfließender Blues, den sie - während die Hörner und der Bass Bilder einer geruhsamen Bootsfahrt auf dem Mississippi evozieren - in einer zwischen Laszivität und Trägheit schwankenden Weise vorträgt, die man einer Frau ihres Alter wirklich nicht zugetraut hätte. In dem Lied “Gone”, das von Liebesleid handelt, passen die schlichten, wehmütigen Gitarren- und Violinenlinien bestens zum traurigen Text, während eine rauchige Orgel, relaxte Hörner und ein leichtfüßig-jazziges Schlagzeugspiel “Quiet Fire” einen schimmernden Erotizismus verleihen.
Die Qualität der Texte und der Musik legt eigentlich die Vermutung nahe, daß Melody Gardot schon einen reichen künstlerischen Erfahrungsschatz besitzt. Tatsächlich begann sie aber erst vor wenigen Jahren damit richtig Musik zu machen.
Neben einem Schwung neuer Stücke, die ein umwerfendender Beweis für Melody Gardots flotte Entwicklung als Songsschreiberin sind, enthält “Worrisome Heart” auch eine neue Version des Titelsongs von “Some Lessons”. Obwohl sie auf “Worrisome Heart” mit einer erweiterten Instrumentation und zusätzlichen Tonfarben aufwartet, sind die Arrangements stets darauf ausgerichtet, die delikate Intimität ihrer Stimme und Lyrics ins richtige Licht zu rücken. Begleitet wurde sie bei der Einspielung der zehn durchweg selbst verfassten Songs von “Worrisome Heart” u.a. von Gitarrist Jef Lee Johnson (Billy Joel, George Duke, Aretha Franklin, David Sandborn), Keyboarder Joel Bryant (Aretha Franklin, Harry Connick Jr.) Und Trompeter Matt Cappy (Jill Scott, Kirk Franklin).
Dass sie ihre Sache wirklich gut gemacht hat, beweist schon die Tatsache, dass niemand so richtig weiß, wie er ihre Musik definieren soll. Es gab bereits Vergleiche mit Norah Jones, Diana Krall und Madeleine Peyroux (wobei letzterer sicher der treffendste ist). Aber ihre Darbietungen wecken auch Erinnerungen an Peggy Lee oder sogar Tom Waits. Auch Herbie Hancock wurde schon auf sie aufmerksam und lud sie kürzlich ein, mit ihm Joni Mitchells Klassiker “Edith And The Kingpin” für die “Live From Abbey Road”-Fernsehserie aufzunehmen.
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