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© Vincent Soyez |
| Lizz Wright |
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Mit ihren ersten beiden Alben für
Verve, dem 2003 erschienenen Debüt "Salt" und dem 2005 veröffentlichten
Nachfolger "Dreaming Wide Awake", stieg Lizz Wright wie ein
Komet auf und sicherte sich gleich einen festen Platz am Sternenhimmel des Jazz.
Auf beiden Alben präsentierte sie sich nicht nur als vielseitige, ungemein
ausdrucksvolle Sängerin, sondern auch als erstaunlich gewandte Songschreiberin.
Auf ihrem dritten Album "The Orchard" macht die in Georgia geborene, aber
mittlerweile in New York lebende Künstlerin nun noch einen bedeutenden Schritt
nach vorne: selbstsicher überschreitet sie die Grenzen zwischen verschiedenen
Genres und liefert ein dynamisches, ausgesprochen kreatives Album ab, das
zweifellos einen Meilenstein in ihrer Diskographie bilden wird.
Auf "The Orchard",
dessen Repertoire größtenteils aus Eigenkompositionen von Lizz Wright besteht,
schöpft die Künstlerin aus ihrem bisherigen Erfahrungsschatz, um ein
unmißverständlich persönliches musikalisches Statement zu machen. Die Wärme und
der volle Klang von Wrights gospelgeschulter Kontraaltstimme passen bestens zur
Intimität und Autorität von selbstverfassten Songs wie "Coming Home", "My
Heart", "Another Angel" und "When I Fall". Doch ihre Qualitäten beim
Interpretieren von Fremdkompositionen, die sie kürzlich auch in begeisternder
Weise auf Tribute-Alben für Ella Fitzgerald und The Band demonstrierte, sind
nicht weniger beeindruckend: Diesmal gab sie dem von Ike und Tina Turner
stammenden Klassiker "I Idolize You", "Hey Mann" von Sweet Honey In The Rock,
der Led Zeppelin-Rockballade "Thank You" und dem eindringlichen Schmachtfetzen
"Strange", der Anfang der 60er Jahre durch die Country-Legende Patsy Cline
bekannt wurde, ihren ganz persönlichen
Anstrich.
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© Verve |
| Lizz Wright - The Orchard |
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Auf ihrem 2003 veröffentlichten
Debütalbum "Salt" stellte sich Lizz Wright gleich als talentierte
Songschreiberin und faszinierende Sängerin vor, die sich mit einer subtil
verführerischen Stimme elegant im musikalischen Grenzbereich von Jazz und
Rhythm'n'Blues bewegte. "Salt"
wurde weltweit von den Kritikern gefeiert und brachte der damals erst 23 Jahre
alten Sängerin höchst schmeichelhafte Vergleiche mit Jazzikonen wie Nina Simone
und Abbey Lincoln ein. Aber das Album begeisterte nicht nur Kritiker, sondern
eroberte auch das allgemeine Publikum: in Billboards Contemporary Jazz-Charts
landete es auf Anhieb auf Platz 2.
2005 folgte das mit Spannung
erwartete zweite Album "Dreaming Wide Awake", auf dem Wright die stilistische
Bandbreite noch erweiterte - durch die Interpretation von Songs, die man von
Fats Waller, Neil Young, den Beatles
und Madonna kannte. Diesmal gelang ihr in den Contemporary Jazz-Charts
von Billboard der Sprung auf Platz 1, und auch in den Heatseekers-Charts konnte
sie sich in den Top 10 plazieren. Produziert hatte das Album kein Geringerer als
Craig Street, der zuvor schon mit so profilierten Künstlerinnen wie Cassandra
Wilson, k.d. lang and Me'Shell NdegéOcello zusammengearbeitet
hatte.
Auf "The Orchard" hat Lizz Wright
nun ihre Zusammenarbeit mit Craig Street fortgesetzt. Während sie auf ihren
beiden ersten Alben von einigen der angesehensten zeitgenössischen Jazzmusiker
begleitet wurde, präsentiert sie sich diesmal mit einer - die stilistische
Vielfältigkeit des Albums widerspiegelnden - wirklich eklektisch-kunterbunten
Besetzung: die reicht von der gefeierten Sängerin, Gitarristin und
Songschreiberin Toshi Reagon (die sich einmal selbst als "postmoderne
Rhythm'n'Blues-Frau mit einem gewissen Etwas" beschrieb und Lizz Wright hier
auch beim Schreiben einiger Songs assistierte) über das Calexico-Rhythmusgespann
Joey Burns und John Convertino, den New Yorker Downtown-Avantgarde-Gitarristen
Oren Bloedow, den langjährigen Bob-Dylan-Begleiter Larry Campbell und
Ollabelle-Keyboarder Glen Patscha bis hin zu den Gastvokalisten Catherine
Russell (eine der neue Stimmen des Blues) und Marc Anthony Thompson (aka
Chocolate Genius).
Keine Frage: auch Lizz Wrights
dritter Streich ist ein Geniestreich geworden!
Homepage der
Künstlerin:
www.lizzwright.de
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