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© Universal Music / Daniel Baggerman |
| Room Eleven |
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Möglicherweise
hing sie zwischen lauter Zetteln, die ein WG-Zimmer anpriesen, ein Auto
verkaufen wollten oder einen Studentenjob anboten. Was wohl drauf stand?
"Musiker für Jazz-Band gesucht" oder „Jazzsängerin für Popband“, vielleicht. Wie
auch immer, Arriën Molema hat sie gesehen. Die Anzeige, die Janne Schra 2001 im
Konservatorium in Utrecht aufhing. Dass zwischen dem Gitarristen und der
Sängerin und Songschreiberin die Chemie sofort stimmte, lässt sich allein mit
sechs White Russians nicht erklären. Drei Jahre und mindestens einen Pink
Pussycat später war das Quintett komplett.
Seit 2004
lassen Room Eleven in
ihrer Heimat die Herzen derer höher schlagen, die ohne Vorbehalte sind gegen
intime Verbindungen von Jazz, Funk, Soul, Gypsy und Pop. Ihr Live-Debut gaben
sie auf dem berühmten Uitmarkt in Amsterdam, der alljährlichen Eröffnung der
Kultur-Saison. Die fünf Niederländer fusionieren spielerisch alles, was ihnen
unter die Saiten bzw. Tasten kommt. Mit ihrem Debut-Album haben sie 2006 wohl
die abwechslungsreichste Platte des Jahres vorgelegt. Und was auch immer die
sechs Russen mit der Katze machen: sie haben offensichtlich Spaß dabei. Nicht
einmal der "Sad Song" klingt so richtig traurig: Melancholie zum Genießen.
„Whenever
there are things going wrong in my life", so sagt Sängerin Janne, "I always
sought out the comfort of music and try to turn it into something positive, how
ever hard it may be."
Bei den fünfzehn Tracks des Albums
steht Jannes einprägsame Stimme dezent im Vordergrund, verbindet Schönheit mit
Tiefgang. Egal ob Singer/Songwriter, leichtfüßige Tangos oder jazzig-funkigen
Poparrangements, Room Eleven beweisen, dass Musik schön und schräg zugleich sein
kann. Vielleicht findet man inzwischen in Utrecht am Konservatorium Annoncen,
auf denen steht: "Suche Musiker für eine Band wie Room Eleven". Auf
Niederländisch, natürlich.
Links:
www.idinteractive.co.uk/roomelevencome/
www.universalmusic.de/roomeleven |