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© Bayerische Staatsoper |
| Szene aus Eugen Onegin |
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Tschaikowskys Oper Eugen
Onegin gehört heute zu den schönsten und bekanntesten russischen Opern.
Mit ihrer Neuinszenierung, der ersten Opernpremiere der Spielzeit 2007/2008, am
31. Oktober 2007 erweitert die Bayerische Staatsoper ihr slawisches Repertoire
um einen bedeutenden Beitrag.
Puschkins gleichnamiger Versroman diente
als Inspirationsquelle und Vorlage für Tschaikowskys mit „Lyrische Szenen“
untertiteltem Werk. Er rückt den Fokus auf die Beziehung zwischen den vier
Hauptfiguren Onegin, seinen Freund Lenski und den Schwestern Tatjana und Olga.
Onegin, ein sich überall fremd fühlender und dadurch arrogant wirkender junger
Mann, bietet Tatjana die perfekte Projektionsfläche ihrer namenlosen Sehnsucht.
Sein bloßes Erscheinen führt bei ihr zu einem mutigen Liebesbekenntnis. Er
jedoch kann ihre Liebe nicht erwidern. Sich zu seinen eigenen Gefühlen nicht
bekennend, zerstört er Beziehungen, tötet einen geliebten Menschen und treibt
sich selbst in die Einsamkeit.
Mit der sensiblen, tiefschürfenden
Schilderung des emotionalen Panoramas seiner Protagonisten und ihrer innersten
Wünsche, schrieb dieses Musiktheater, das 1879 von Studenten des Moskauer
Konservatoriums im Maly-Theater uraufgeführt wurde, ein neues Kapitel
Operngeschichte.
Unter der musikalischen Leitung von Kent
Nagano verkörpert Michael
Volle, der seit Beginn dieser Spielzeit Ensemblemitglied der Bayerischen
Staatsoper ist, die Titelfigur. Neben ihm stehen u.a. Olga
Guryakova (Tatjana), Elena
Maximova (Olga), Christoph
Strehl (Lenski), Iris
Vermillion (Larina) und Günther
Groissböck (Fürst Gremin) auf der Bühne.
Die Inszenierung übernimmt
der polnische Regisseur Krzysztof
Warlikowski, der nach seinen aufsehenerregenden Arbeiten in Paris nun
erstmals an einem deutschen Opernhaus inszenieren wird.
Ihn interessieren
die widersprüchliche Biographie des Komponisten und ihre Wechselwirkung mit dem
Werk. Mit seiner Bühnen- und Kostümbildnerin Malgorzata
Szczesniak erzählt er die Geschichte eines Mannes und einer Frau, die sich
beide in einem provinziellen Umfeld als Außenseiter empfinden. Dennoch sind ihre
Antworten auf der Suche nach der eigenen inneren Wahrheit zu unterschiedlich,
als dass sie zueinander finden könnten. Krzysztof
Warlikowski erhält 2008, neben der
Choreografin Sasha Waltz und der Gruppe Rimini Protokoll, den Preis für „neue
Realitäten im Theater“, der alljährlich zusammen mit dem Europäischen
Theaterpreis vergeben wird.
Aktuelle Termine:
Besetzungen:
Musikalische Leitung Kent Nagano 31.
Okt., 3./6./10./13./16. Nov. 2007, 9./13. Juli 2008
Ion Marin 23./26./29. Feb. 2008
Inszenierung Krzysztof
Warlikowski
Bühne
und Kostüme Malgorzata
Szczesniak
Choreographie Saar Magal
Licht Felice Ross
Chöre Andrés Máspero
Dramaturgie Miron Hakenbeck
Peter Heilker
Larina Iris Vermillion
Tatjana
Olga Guryakova
Olga Elena Maximova
Filipjewna Elena Zilio
Eugen
Onegin Michael Volle 31. Okt.,
3./6./10./13./16. Nov. 2007, 9./13. Juli 2008
Dalibor Jenis 23./26./29. Feb.
2008
Lenski Christoph Strehl 31. Okt.,
3./6./10./13./16. Nov. 2007, 9./13. Juli 2008
Marius Brenciu 23./26./29. Feb.
2008
Fürst
Gremin / Saretzki Günther
Groissböck 31. Okt., 3./6. Nov. 2007, 9./13. Juli 2008
Michail Schelomianski 10./13./16.
Nov. 2007, 23./26./29. Feb. 2008
Triquet Guy de Mey
Das Bayerische
Staatsorchester
Der Chor der
Bayerischen Staatsoper
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